Arbeitskreis Neue Musik

Seit 2008 treffen sich im „Arbeitskreis Neue Musik“ des Landesmusikrats Vertreterinnen und Vertreter der nordrhein-westfälischern Orts-Vereinigungen für Neue Musik. Derzeit sind es acht Gesellschaften oder Vereine für Neue Musik. Sie diskutieren gemeinsame Probleme, darunter die Rahmenbedingungen des professionellen Musikertums für die Neue Musik, und tauschen Programme aus.

Seit 2012 planen und veranstalten sie Konzertreihen, die unter dem Titel "Stationen" durch die Städte der Gesellschaften führen. Stets führen diese Konzertreihen von jeder Gesellschaft eine Mitgift ins Programm ein. Mal steuern Komponist*innen aus allen Gesellschaften neue Werke zum Programm bei, mal setzt sich das Ensemble aus Interpret'innen aller Gesellschaften zusammen, mal wird eine gemeinsame Dramaturgie ausgearbeitet.

Jede der nunmehr fünf Konzertreihen werden von Schulprojekten begleitet, für das aufwändiges Unterrichtsmaterial entwickelt wird. Musiker*innnen des jeweiligen Ensembles führen Schulklassen in das Konzertprogramm spielerisch ein.

2018 entstand die Idee, die 5. Ausgabe der "Stationen" unter das Motto „Der Klang des bedingungslosen Grundeinkommens“ zu stellen. Das Thema wurde im Arbeitskreis und unter den Mitwirkenden durchaus kontrovers diskutiert. Die Beteiligten fanden es aber interessant und bedeutungsvoll genug, um es zum Ausgangspunkt einer Konzertreihe zu machen, zumal die Pandemie ab 2020 deutlich aufzeigte, welche Untiefen und Verwerfungen den bundesdeutschen Sozialstaat prägen und insbesondere für professionelle Musiker*innen gravierende Folgen haben.

Neben philosophischen, sozialpolitischen und ökonomischen Auseinandersetzungen gibt es auch künstlerische Reflexionen zur Arbeit, zur sozialen Gerechtigkeit, zu einem Grundeinkommen – und zum Geld. Das Ensemble, das aus Perkussionisten aus allen Gesellschaften besteht, und die Schauspielerin Renate Fuhrmann touren im April und Mai 2022 durch sieben Städte Nordrhein-Westfalens.

Meldung vom 14.2.2022 zur Stationen-Konzertreihe 2022