Ein Presseempfang des Landesmusikrats Nordrhein-Westfalen am 17. Januar im Pong, dem Café im NRW-Forum Düsseldorf, bildete einen inhaltlich dichten Auftakt zum „Instrument des Jahres 2026: Das Akkordeon“. In offener Atmosphäre kamen Vertreterinnen und Vertreter der Presse, der Musikszene, der Verbände und der Kulturinstitutionen zusammen, um das Akkordeonjahr in Nordrhein-Westfalen offiziell zu eröffnen und Ulrich Tukur als Schirmherrn der Initiative vorzustellen. Musikalisch eröffnet wurde der Empfang durch den Akkordeonisten Claudio Huerta Honores, dessen Spiel unmittelbar vor Augen und Ohren führte, wie vielseitig, farbenreich und zeitgemäß das Akkordeon klingen kann. Schon zu Beginn wurde deutlich, dass das Instrument im Jahr 2026 nicht als nostalgisches Randphänomen, sondern als lebendiger Teil einer vielfältigen Musikkultur präsentiert werden soll.
Robert v. Zahn, Generalsekretär des Landesmusikrats NRW, begrüßte die Gäste und stellte die Initiative „Instrument des Jahres“ in ihren Grundzügen vor. Er erläuterte, dass es den Landesmusikräten darum gehe, jährlich ein Instrument in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken, seine Geschichte, seine Ausdrucksmöglichkeiten und seine Bedeutung für Bildung, Amateurmusik und professionelles Musizieren sichtbar zu machen. Das Akkordeon eigne sich dafür in besonderer Weise, da es in unterschiedlichsten musikalischen Welten beheimatet sei – von der Volks- und Weltmusik über Jazz und Neue Musik bis hin zur klassischen Konzertliteratur.
Dafür sorgen 2026 vor allem zwei Mitgliedsverbände des Landesmusikrats: Der Deutsche Harmonikaverband NRW und der Deutsche Akkordeonlehrer-Verband NRW. Matthias Hennecke als Vorsitzender des Deutschen Harmonikaverbandes NRW, Tatjana Pereswetow aus dem Vorstand des Deutschen Akkordeonlehrer-Verbandes NRW sowie Michael Becker, Intendant der Tonhalle Düsseldorf, gaben Einblicke in die geplanten Konzerte, Ausstellungen, Schulprojekte und Vermittlungsformate. Das Jahr soll nicht nur aus einzelnen Leuchtturmveranstaltungen bestehen, sondern von einer landesweiten Beteiligung von Musikschulen, Vereinen und Ensembles leben. Ziel ist es, das Akkordeon als gemeinschaftsstiftendes Instrument zu stärken und möglichst viele Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, mit seiner Klangwelt in Berührung zu bringen.
Ein besonderer Höhepunkt des Empfangs war das Gespräch mit Ulrich Tukur, der als Schirmherr für Nordrhein-Westfalen wirkt. Im Dialog mit Robert v. Zahn und im Austausch mit den Gästen sprach Tukur über sein persönliches Verhältnis zum Akkordeon, über seine musikalischen Wurzeln und über die besondere emotionale Kraft dieses Instruments. Er beschrieb das Akkordeon als ein Instrument, das Nähe und Direktheit herstellen könne, das sowohl zum Erzählen von Geschichten als auch zum Ausdruck großer musikalischer Tiefe geeignet sei. Seine Schirmherrschaft versteht er als Einladung, das Akkordeon neu zu entdecken, Vorurteile abzubauen und seine enorme stilistische Bandbreite wahrzunehmen.
Abends gaben Tukur und die Band „Die Rhythmus Boys“ ein Konzert in der Tonhalle Düsseldorf. So war der Empfang im Pong eine Auftaktveranstaltung und gleichzeitig ein musikalischer Startpunkt für ein Jahr, das das Akkordeon in all seinen Facetten präsentieren und in der Öffentlichkeit neu verankern will.
Foto: Ulrich Tukur im Gespräch mit einem Team des ZDF im Pong, NRW-Forum Düsseldorf, 17.1.2026 ; Ulrich Tukur im Interview mit Robert von Zahn ; Tatjana Pereswetow, Vorstandsmitglied des Deutschen Akkordeonlehrer-Verbandes NRW ; Matthias Hennecke, Vorsitzender des Deutschen Harmonikaverbandes NRW ; Claudio Huerta Honores, Akkordeon. Fotos: LMR NRW.