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STATIONEN 2026: Vier Akkordeons und 4.000 Zungen auf Tour durch NRW

Der Arbeitskreis Neue Musik aus NRW stellt 2026 das Akkordeon in den Mittelpunkt. Vom 20. November bis 5. Dezember führt die vom Landesmusikrat NRW veranstaltete Reihe nach Aachen, Köln, Bielefeld, Münster und Essen. Vier Akkordeonistinnen und Akkordeonisten präsentieren dort ein Programm mit Neuer Musik, mehreren Uraufführungen und Improvisationen. Damit greift STATIONEN zugleich das Instrument des Jahres 2026 auf: das Akkordeon.

„Schifferklavier“, „Quetschkommode“ oder „Zerrwanst“ – das Akkordeon hat viele volkstümliche Beinamen. Doch längst ist das Instrument nicht allein in Volksmusik und Unterhaltung zu Hause. Gerade in der Neuen Musik hat es mit seinen vielfältigen Möglichkeiten der Klanggestaltung einen festen Platz gefunden. International ist das Akkordeon zudem in zahlreichen Musikkulturen verwurzelt. STATIONEN 2026 nimmt diese Vielseitigkeit zum Ausgangspunkt und lässt, wie es der Flyer auf den Punkt bringt, an fünf Orten „4 Bälge 4000 Zungen“ zum Klingen bringen.

Das Akkordeonquartett bilden Dorrit Bauerecker, Marko Kassl, Katharina Koenig und Florian Stadler. Die künstlerische Leitung liegt bei Dorrit Bauerecker. Auf dem Programm stehen Werke von Carlie Schoonees, Francisco Domínguez, Willem Schulz, Dietmar Bonnen und Katharina Koenig. Kompositionen von Schoonees und Domínguez werden uraufgeführt. Hinzu kommt eine weitere Uraufführung des jungen Komponisten Aleksei Kushnerev, Preisträger des Wettbewerbs „Jugend komponiert“. Das Ensemble ergänzt das komponierte Programm durch Improvisationen.

STATIONEN verbindet seit 2012 die Neue-Musik-Szenen verschiedener Städte Nordrhein-Westfalens. Ein Arbeitskreis lokaler Neue-Musik-Vereinigungen im Landesmusikrat entwickelt dafür ein gemeinsames Programm, das anschließend durch mehrere Städte des Landes tourt. So werden nicht nur aktuelle Kompositionen vorgestellt; die Reihe stärkt zugleich die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den regionalen Szenen.

Auch die Vermittlung an junge Menschen gehört zum Konzept. Wie in den vergangenen Ausgaben wird die Konzerttournee von einem Schulprojekt begleitet. Mitglieder des Ensembles arbeiten in den beteiligten Städten mit Schülerinnen und Schülern und eröffnen ihnen praktische Zugänge zur zeitgenössischen Musik. Das Schulprojekt wird von Johanna Daske und Hanna Fink betreut.

Die Tournee beginnt am Freitag, 20. November, um 20 Uhr in der Klangbrücke Aachen. Am folgenden Abend, 21. November, 20 Uhr, gastiert STATIONEN in der Alten Feuerwache Köln. Am 24. November um 19.30 Uhr folgt das Konzert im Theaterlabor Bielefeld. 

Nach einer kurzen Tourneepause geht es am 4. Dezember um 19.30 Uhr in der Black Box im CUBA in Münster weiter. Den Abschluss bildet am 5. Dezember um 19.30 Uhr die Szene 10 – Bühne im Girardet in Essen. Die Eintrittspreise liegen je nach Veranstaltungsort bei 10 bzw. 15 Euro, ermäßigt bei 5 bzw. 8 Euro.

STATIONEN 2026 ist eine Veranstaltung des Landesmusikrats NRW in Kooperation mit der Gesellschaft für Zeitgenössische Musik Aachen, der Kölner Gesellschaft für Neue Musik, der GEDOK Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden, der Cooperativa Neue Musik Bielefeld, der Gesellschaft für Neue Musik Münster und der Gesellschaft für Neue Musik Ruhr. Unterstützt wird die Reihe von den Kulturbetrieben Aachen, den Kulturämtern der Städte Köln, Bielefeld, Münster und Essen sowie der Initiative Freie Musik Köln. Förderung gibt es vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.