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SPLASH in der Extraschicht

Über 200.000 Besucher besuchten am 6. Juli die „Extraschicht“, die quer durch das Ruhrgebiet typische Stätten der dortigen, einst großen Industrie kulturell bespielte. Ein wiederum erfolgreiches und erstaunliches Veranstaltungsformat, welches vielen die Ruhrlandschaft neu eröffnet. Ensembles und Bands, Schauspieltruppen und Lyriker eigneten sich die Stätten der Maschinen an und leuchteten sie farbig und poetisch aus – einen rosa beleuchteten Abwasserkanal in Gelsenkirchen, eine Brücke über der A42, das Maschinenhaus der Zeche Carl und neben vielen weiteren Orten natürlich auch die Zeche Zollverein in Essen.

Unter dem Motto "Von Sinn und Unsinn" formte ein Gerät aus Sand Buchstaben, balancierte ein Hochseil-Artist, fuhr ein Auto auf Schienen und formte das "Undun Sinn Sinn Orchester" von Ralf Schumann auf dem Freigelände der Zeche Zollverein Zitate aus der Rockgeschichte zu einem neuen psychedelischen Sound. Um die Ecke spielte im voluminösen Salzlager der Zeche das Landesjugendperkussions-Ensemble SPLASH unter Leitung von Ralf Holtschneider und Stephan Froleyks. SPLASH hatte viel Instrumentarium aufgefahren. Auch der übermannshohe, mit Tomtoms behängte Perkussionsapparat, den man für Gerhard Stäblers "Kybele" benötigt, kam zum Einsatz. Das gewaltige Grollen dieses Werks erinnerte an Sensourround-Effekte des Katastrophenkinos. Das Salzlager war voll, das Publikum liebt dieses Werk und es wirkt, als hätte es Stäbler auf die farbenfrohe, laut tönende Extraschicht komponiert. Dreimal gab SPLASH das komplette Programm, bevor die Schlagzeuger gen Mitternacht erschöpft zwischen den Zechenbauten verschwanden.

rvz

Fotos: SPLASH am 6. Juli in der Extraschicht, in Bild2 am Drumset Richard Münchhoff, Salzlager, Zeche Zollverein. Fotos: Eberhard Münchhoff.