Wenn die Sommersonnenwende die kürzeste Nacht des Jahres einläutet, erwachen in vielen Regionen jahrhundertealte Bräuche zu neuem Leben. Mit „Sobótka – Slavische Johannisnacht am Rhein“ lädt das Chorprojekt Gesangszeit 2026 – Lieder aus Polen, Ukraine und Belarus zu einer musikalischen Begegnung mit den reichen Traditionen der polnischen, ukrainischen und belarusischen Kultur ein. Eine literarische Perspektive auf das Fest eröffnet Jan Kochanowskis Pieśń świętojańska o Sobótce (St.-Johannislied zum Sonnwendefeuer), eine der schönsten Quellen für den Johannisbrauch im Slaventum, in der sich klassische Mythologie und Volkskultur mit autobiographischen Elementen verbinden. Ergänzt wird das Programm durch traditionelle Lieder zur Kupalanacht – jenem Fest der Sommersonnenwende, das seit Jahrhunderten mit Gesang, Tanz, Feuer- und Wasserbräuchen gefeiert wird.
Die musikalische Gestaltung übernehmen das Ensemble Dyvyna, das Ensemble Ralets sowie der Chor des Slavischen Instituts unter der Leitung von Dr. Jan Czarnecki. Als besondere Gäste bereichert die Gruppe Shlyakh-Dorizhenka den Abend mit traditionellen slawischen Tänzen und Gesang. Sie lässt die Atmosphäre eines lebendigen Mittsommerfestes erfahrbar werden.
Die Veranstaltung versteht sich nicht nur als Konzert, sondern als gemeinschaftliches Kulturerlebnis unter freiem Himmel. Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, Decken sowie Getränke und Speisen zum Teilen mitzubringen und den Abend in der besonderen Atmosphäre eines sommerlichen Picknicks am Rhein zu genießen. Der genaue Veranstaltungsort wird abhängig von Wetterlage und Rheinpegel kurzfristig festgelegt und ausschließlich über die WhatsApp-Gruppe kommuniziert.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Voraussetzung sind eine vorherige Anmeldung sowie der Beitritt zur WhatsApp-Gruppe der Veranstaltung, über die alle organisatorischen Informationen bekanntgegeben werden. Beide kann man über die QR-Codes im Download erreichen.
Die Kupalanacht ist Teil des Chorprojekts „Gesangszeit 2026 – Lieder aus Polen, Ukraine und Belarus“ und wird mit Unterstützung des Landesmusikrats Nordrhein-Westfalen und Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW durchgeführt.