„Singen mit Frau Hapel“ in Bochumer Flüchtlingsunterkunft


Immer montags treffen sich Kinder und Jugendliche der Bochumer Flüchtlingsunterkunft „Am Nordbad“ unter Anleitung der Stimm- und Sprachlehrerin Friederike Hapel im Gemeinschaftsraum zum Singen. Die Teilnehmer*innen der Gruppe kommen aus Syrien, Aserbaidschan und Serbien.

Eröffnet wurde der wöchentliche Gesangstreff am 11. November mit dem gemeinsamen Singen eines Willkommensliedes. Danach folgten Stimm- und Atemübungen, um alle Sänger*innen optimal auf die Gesangsstunde vorzubereiten. Schnell zeigte sich, dass nicht nur viel gesungen, sondern auch viel gelacht wurde und alle mit großem Spaß bei der Sache waren.

Die Bandbreite der gesungenen Lieder reichte von traditionellen Liedern wie „Bunt sind schon die Wälder“, „Bruder Jakob“ oder „Brüderchen, komm tanze mit mir“ über Eigenkompositionen und Lieder, die vor allem auf den grammatikalisch richtigen Spracherwerb fokussiert waren und gezielt Wörter zu bestimmten Themen beinhalteten (z.B. Körperteile, Gegensätze usw.). Zwischendurch wurden einzelne schwierige Wörter der Lieder in Form eines Ratespiels aufgegriffen und bei Bedarf erklärt. Bei allen Liedern hatten die Kinder die Möglichkeit, bei Wunsch Soloparts am Mikrofon zu singen, was für alle Kinder offensichtlich besonders faszinierend war. Sie konnten auch eigene Lieder präsentieren oder Beatboxing-Einlagen zum Besten gegeben, was die Gruppe jeweils mit großem Applaus würdigte. Teilweise wurden die Lieder auch durch den Einsatz einzelner Xylophon-Bausteine begleitet.

Bemerkenswert war, mit welcher Konzentration und Disziplin die Kinder den einzelnen Darbietungen lauschten. Außerdem beeindruckten das sehr gute Sprachvermögen der Kinder sowie ihre Textsicherheit und die absolute Begeisterung für das Singen (welches mehrfach, bei kurzen Singpausen, lautstark eingefordert wurde). Aufgelockert wurden das Singen durch Tanz- und Bewegungsspiele, bei denen auch alle mit Begeisterung und Freude dabei waren.

Das Singprojekt „Deutsch lernen mit Frau Hapel“ wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen über den Landesmusikrat NRW.

(Sandra Hoch)

Fotos: Die Teilnehmer*innen und die Leiterin des Singworkshops beim Singen.
Fotos: Landesmusikrat NRW

 

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