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Mitgliederversammlung der Landesmusikakademie NRW e.V. hat getagt

Nach turbulenten Jahren kehrt Stabilität in die Landesmusikakademie NRW zurück – so lautete das Fazit der Vorstandsvorsitzenden des Trägervereins der Landesmusikakademie NRW e.V., Heike Wermer, bei der Mitgliederversammlung, die jetzt in Heek tagte. Die Vorsitzende freute sich, Stefan Vörding, der sein Direktorenamt am 1. August 2025 angetreten hatte, begrüßen zu können. Zunächst aber erhoben sich alle Anwesenden zum Gedenken an Reinhard Knoll, den langjährigen Vorstandsvorsitzenden und direkten Vorgänger Wermers, der am 23.9.2025 im Alter von 74 Jahren verstorben war.

Die Vorsitzende Heike Wermer hob ihre gute Zusammenarbeit mit dem neuen Direktor hervor, sprach aber auch Dank und Lob aus an Geschäftsführer Gerd Kühlkamp sowie die Bildungsreferenten Dr. Kai Marius Schabram und Edin Mujkanović, die während der Vakanz des Direktorenpostens über ein Jahr lang gemeinsam die interimistische Leitung des Akademie innehatten. Sie betonte, dass sich die Auslastung der Einrichtung im Jahr 2025 mit 6.238 Gästen und 13.956 Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr weiter erhöht hat. Trotz herausfordernder Zeiten konnte der Haushalt der Landesmusikakademie NRW schon jetzt abgesichert werden, eine Zusage über institutionelle Förderung für 2026 mit den gleichen Mitteln wie bisher wurde bereits erreicht.

Heike Wermer dankte den übrigen Vorstandsmitgliedern und der Fördergesellschaft für die reibungslose Kooperation und übergab an Stefan Vörding, der die hervorragende Qualität im Bildungsangebot 2025 betonte. Die Bandbreite der über 70 Eigenveranstaltungen erstreckte sich von gut besuchten Qualifizierenden Lehrgängen der Amateurmusik und musikpädagogischen Zertifikatslehrgängen über die gefragte Musikmentor:innen-Schulung bis hin zu zahlreichen JeKits-Angeboten. Die Bereiche „Musik in Schule und Musikschule“, „Musik und Instrument“, „Musik und Stimme“, „Musik und Medien“ boten zahlreiche Kurse für verschiedenste Interessen. Vom Netzwerk Kitamusik NRW und dem Bereich „Musik und kulturelle Vielfalt“ (Brückenklang und IN.DI.E Musik) gab es ebenfalls ein umfangreiches, auf die Bedürfnisse der Zielgruppen zugeschnittenes Angebot an Fortbildungen. Abschließend plädierte Vörding für einen engen fachlichen Austausch zwischen den musikalischen Fachverbänden und der Landesmusikakademie, denn alle zusammen bildeten einen Organismus: „Die Programmatik der LMA muss eng an die Verbände der Amateurmusik und Musikpädagogik angebunden sein. Hierfür wünschen wir uns auch in Zukunft eine gute Zusammenarbeit und Abstimmung.“

Für die Gesellschaft der Freunde und Förderer konnten der Vorsitzende Prof. Dr. Werner Lohmann und Geschäftsführer Norbert Wieland über erfreulich gestiegene Einnahmen, die Unterstützung von Seminaren, Bibliothek und der FSJ-Stelle sowie die Erhöhung der Mitgliederzahl auf 116 berichten. Beliebte Veranstaltungen wie Sonderkonzert und Wandelkonzert sollen auch 2026 wieder stattfinden.

Die Versammlung entlastete den Vorstand aufgrund der Tätigkeitsberichte und des positiven Berichts über die Prüfung der Jahresrechnung durch die Revision des Kreises Borken einstimmig für das Jahr 2024. Bei der Vorstandswahl nahm Heike Wermer ihre einstimmige Wiederwahl erfreut an. Da die 2. Vorsitzende Nadine Schäpers nicht wieder antrat und herzlich verabschiedet wurde, wählten die Delegierten die bisherige Beisitzerin Prof. Dr. Christine Siegert, Präsidentin des Landesmusikrats NRW, zur 1. Stellvertretenden Vorsitzenden und Heeks Bürgermeister Michael Averbeck als geborenes Mitglied zum 2. Stellvertretenden Vorsitzenden. Als Beisitzer fungieren weiterhin Andreas Bialas, Prof. Dr. Bernd Clausen, Holger Müller und Dr. Kai Zwicker, neu hinzu kam Josi Brunner.

Vor dem nicht-öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung hatte die Akademie zum öffentlichen Fachvortrag des Neurologen und Flötisten Prof. Dr. Eckart Altenmüller geladen. „Warum wir mehr Musik in der Gesellschaft brauchen: zu den positiven Wirkungen von Musik auf Psyche und Körper“ war der Titel des Vortrags, in dem er anschaulich darlegte, dass der Drang, Musik zu machen, den Menschen angeboren ist und dass Musik schon seit Urzeiten eine wichtige Funktion in der Bindung von Gruppen und der Vermittlung von Emotionen hatte. „Musik fördert die Sprachentwicklung bei Kindern, fördert Selbstwirksamkeits-Erleben und Selbstvertrauen, Musik erzeugt neue Nervenfaserverbindungen im Gehirn und Musizieren verlangsamt das Altern, verbessert das Hören, Reaktionsschnelligkeit und Lebensqualität,“ gab Prof. Altenmüller dem geneigten Publikum als Quintessenz mit. 

(Pressemitteilung der Landesmusikakademie NRW vom 27.1.2026)

Fotos (©Sabine Lahl):
Der neu gewählte Vorstand des Trägervereins der Landesmusikakademie NRW mit Gast und Wahlleiter Dr. Jens Pyper (Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, l.): (v.l.n.r.) Michael Averbeck (Gemeinde Heek), Prof. Dr. Christine Siegert (Landesmusikrat NRW), Josi Brunner (Verband Musik und Bildung NRW), Stefan Vörding (Landesmusikakademie NRW), Holger Müller (Landesverband der Musikschulen NRW), Heike Wermer (Vorsitzende des Trägervereins der Landesmusikakademie), Prof. Dr. Bernd Clausen (Bundesverband Musikunterricht NRW), Dr. Kai Zwicker (Kreis Borken)

Prof. Dr. Eckart Altenmüller zwischen seinem früheren Studenten Akademiedirektor Stefan Vörding und Heike Wermer, Vorstandsvorsitzende der Landesmusikakademie NRW e.V.