Ministerpräsident Wüst zeichnete Mary Bauermeister mit dem Kunstpreis NRW und den Pianisten Thibaut Surugue mit dem Förderpreis des Landes aus

Kunstpreis NRW: Mary Bauermeister erhielt gestern im Düsseldorfer Ständehaus den wieder ins Leben gerufenen Kunstpreis des Landes NRW von Ministerpräsident Hendrik Wüst, Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Laudator Wulf Herzogenrath. Herzogenrath würdigte nicht nur die Kunst Bauermeisters, die in den USA stets anerkannter als in Deutschland gewesen sei, sondern auch die pionierhafte und unterstützende Rolle, die Mary Bauermeister samt ihrem Atelier in der Kölner Lintgasse in den 1960er Jahren für die Kunstszene hatte. Sie formte eine Begegnungsstätte der internationalen Avantgarde und unterstützte viele Künstlerinnen und Künstler auf ihrem Weg. Der Preis für ihr Lebenswerk ist mit 25.000 Euro dotiert.

Der Förderpreis in der Sparte Musik ging an den Pianisten Thibaut Surugue. Der Journalist Wolfram Goertz schilderte dessen Einsatz für junge Komponistinnen und Komponisten der Gegenwart. Surugue habe in seinen jungen Jahren schon zahlreiche Werke uraufgeführt. Der französische Pianist lebt seit viereinhalb Jahren in Köln. Seine pianistische Akkuratesse erlebe man vor allem in der Interpretation der Werke von Ligeti, deren kypernetische Struktur Surugue mit einer seltenen Souveränität interpretiere. Surugue demonstrierte dies anhand zweier Werke Ligetis an Ort und Stelle.

Für das weitere musikalische Programm sorgten Musiker der Musikfabrik. Dirk Rothbrust, Thomas Meixner und Carl Rosman konfrontierten die Gäste im Ständehaus mit der Klangwelt von Harry Partch an Nachbauten von dessen selbst entwickelten Instrumenten.  Marco Blaauw und Benjamin Kobler entführten sie dann zu Arien aus Ligetis "Le Grand Macabre", eingerichtet von Elgar Howard für Trompete und Klavier. Blaauw demonstrierte virtuos, dass auch eine Trompete eine vokale Botschaft vermitteln kann. Die Förderpreise in den Sparten Baukunst, Darstellende Kunst, Literatur und Visuelle Künstle gingen an Lambert Alexander Latzke, Pinar Karabulut, Enis Maci und Silke Schönfeld.

Fotos: Ministerpräsident Hendrik Wüst, Mary Bauermeister, Wulf Herzogenrath und Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen am 22. November 2021 im Ständehaus Düsseldorf; Hendrik Wüst, Thibaut Surugue, Isabel Pfeiffer-Poensgen und Wolfram Goertz im Ständehaus; Thomas Meixner, Dirk Rothbrust und (verdeckt) Carl Rosman interpretieren Harry Partch. Fotos: LMR NRW

rvz

 

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