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Isselburg und zwölf weitere Gemeinden sind „Landmusikorte des Jahres 2026“

Der Deutsche Musikrat und der Bundesmusikverband Chor & Orchester zeichnen insgesamt 13 Gemeinden als Landmusikorte 2026 aus. Die prämierten Kommunen sind geprägt von einem besonders vielfältigen, ehrenamtlich und professionell getragenen, innovativen und kreativen Kulturleben und sind als lokale Leuchtturmprojekte strahlende Vorbilder für das Musikgeschehen in Deutschland. Die Verbände vergaben drei Bundespreise und zehn Förderpreise, von denen einer nach Nordrhein-Westfalen an die Gemeinde Isselburg ging.

Bundespreise erhielten Stadt Ehrenfriedersdorf (Sachsen), Gemeinde Reichenwalde (Brandenburg) und Stadt Hirschau (Bayern).

Die Stadt Isselburg erhielt so wie neun weitere Gemeinden einen Förderpreis. Isselburg, eine Stadt im westlichen Münsterland, gehört zum Kreis Borken im Regierungsbezirk Münster. Hier sorgt unter anderem der Kulturring , ein Netzwerk lokaler Kulturschaffender, mit einem vielseitigen Programm für verschiedene Altersstufen dafür, Kultur erlebbar zu machen. Kulturveranstaltungen im Schloss Anholt, Open-Air-Konzerte am Isselufer sowie Chor- und Volksfeste bieten ein abwechslungsreiches musikalisches Angebot. Die Nachwuchsarbeit wird insbesondere durch Schnupperangebote und die Programme der Musikschule gezielt gefördert.

Die neun anderen Gewinner der Förderpreise sind: 

  • Ortsgemeinde Becherbach bei Kirn (Rheinland-Pfalz)
  • Stadt Crivitz (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Stadt Eibenstock (Sachsen)
  • Gemeinde Gerstetten (Baden-Württemberg)
  • Gemeinde Ilmtal-Weinstraße (Thüringen)
  • Gemeinde Lütjensee (Schleswig-Holstein)
  • Gemeinde Oberthal (Saarland)
  • Gemeinde Scheeßel (Niedersachsen) 
  • Stadt Bad Sooden-Allendorf (Hessen)

Bewerben konnten sich nur Orte mit maximal 12.000 Einwohner*innen, die in die Kategorien „eher ländlich“ oder „sehr ländlich“ des Thünen-Instituts fallen.

Die drei Bundespreise sind mit 18.000 Euro (1. Preis), 10.000 Euro (2. Preis) und 6.000 Euro (3. Preis) dotiert, die zehn Förderpreise umfassen jeweils 2.000 Euro. Diese Preisgelder sollen für weitere Projekte der Amateurmusik oder für die Zusammenarbeit zwischen Profi- und Amateurmusik eingesetzt werden und neue Initiativen anstoßen.

Prof. Lydia Grün, Präsidentin des Deutschen Musikrats, freut sich über die große Resonanz auf dieses Projekt: „Kulturelles Engagement im ländlichen Raum verdient besondere Aufmerksamkeit. Mit viel Leidenschaft, Kreativität und oftmals ehrenamtlichem Engagement entstehen dort musikalische Projekte, die Gemeinschaft stärken und Kulturelle Vielfalt lebendig halten. Der Preis ‚Landmusikort des Jahres‘ würdigt genau diese wichtige Arbeit: Er macht kulturelle Initiativen und ihre Vernetzung sichtbar und gibt wertvolle Impulse für ihre Weiterentwicklung. Allen ausgezeichneten Landmusikorten gratulieren wir herzlich – verbunden mit großem Dank für ihren Einsatz.“

„Die Landmusikorte 2026 sind ein Beweis dafür, was möglich wird, wenn engagierte Menschen und mutige Kommunen gemeinsam für Kultur eintreten. Musik verbindet, stiftet Gemeinschaft und braucht Orte, die das wollen und aktiv gestalten. Genau das sehen wir hier. Allen Preisträgerinnen und Preisträgern gilt mein herzlicher Glückwunsch, und allen, die sich beworben haben: Danke für das Engagement", so Derya Türk-Nachbaur, Präsidentin des Bundesmusikverbands Chor & Orchester. „In Zeiten, in denen der gesellschaftliche Blick zu oft auf das gerichtet ist, was fehlt oder scheitert, zeigen die Landmusikorte: Es gibt sie, die lebendigen Orte, an denen Musik in all ihren Facetten erklingt und Menschen zusammenbringt. Das ist kein Selbstläufer, das ist gelebtes Engagement. Und das ist ein unschätzbarer gesellschaftlicher Schatz.“

Das Förderprogramm Landmusikort wird im Rahmen des Amateurmusikfonds des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien umgesetzt. Es unterstützt herausragende, innovative Musikprojekte und das ehrenamtliche Engagement in ländlichen Gebieten. Ausgezeichnet wurden besondere musikalische Aktivitäten, die einen Vorbildcharakter haben und somit zur Sichtbarmachung und Vernetzung des Musikgeschehens beitragen. Die Ausgezeichneten erhalten das Gütesiegel „Landmusikort des Jahres“ als Plakette, um bundes- und landesweit für das besondere Engagement sichtbar zu sein.

Nach der Bekanntgabe der Gewinner werden nun die Preisübergaben jeweils in den Kommunen selbst geplant und umgesetzt.

(Pressemitteilung des Bundesmusikverbands Chor und Orchester vom 17.6.2026)

Weiterlesen: Hintergrundinfos zu den einzelnen Landmusikorten (PDF) und https://bundesmusikverband.de/landmusikort/