Gefangen im Netz

Vortrag und Diskussion im Alten Pfandhaus Köln

Am 17. Juni referierte Rechtsanwalt Thomas Kipp im Alten Pfandhaus über die Rechte und die Chancen von musikalisch Kreativen in der Gegenwart. Komponisten und Musiker vor allem aus den Bereichen Filmmusik, Hörspielmusik, Jazz und Pop waren gekommen, um mehr über die Optionen der Urheber zu erfahren. Die wirtschaftliche Existenz im und mit dem Internet erscheint ungesicherter denn je, und Kipp entwickelte den großen rechtlichen, gesellschaftlichen und politischen Handlungsbedarf.

Dem Vortrag folgte eine Diskussion mit den Filmmusikkomponisten Matthias Hornschuh (Verband mediamusic) und Andreas Kolinski (Institut für Musik und Medien der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf) sowie mit Mike Herting (Komponist und Jazzmusiker). Als Thomas Kipp eingangs die Frage stellte, ob sich ein Komponist nicht vorstellen könne, bei der digitalen Vermarktung seines Werks kein direktes Leistungsentgelt, sondern einen Anteil an den Werbeeinnahmen des jeweiligen Webportals zu erhalten, stieß er nicht nur bei Mike Herting auf energischen Widerstand. Die Podiumsdiskussion weitete sich zur allgemeinen Diskussion über künstlerisches Selbstverständnis und Erwartungen an die GEMA, das Publikum nahm am weiteren Geschehen aktiven Anteil.

Das Manuskript des Vortrags von Thomas Kipp und die Dokumentation der Diskussion sind unter

www.lmr-nrw.de/servicedownloads/berufsmusik/

eingestellt.

Die Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft "Musik in Beruf, Medien und Wirtschaft" des Landesmusikrats NRW in Verbindung mit mediamusic NRW wurde vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und vom Alten Pfandhaus Köln unterstützt, dessen Programmleiter Alexander Sandman auch an der Diskussion regen Anteil nahm.

rvz

Foto: Thomas Kipp im Alten Pfandhaus Köln. Foto: LMR NRW.

Zurück