Vom 20. bis 24. März 2026 wurde Dortmund zum Zentrum des musikalischen Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen: Beim 63. Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ erlebten Teilnehmende und Publikum Tage voller Musik, Engagement und künstlerischer Spitzenleistungen.
Mit 1.189 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen und insgesamt 1.278 Auftritten in 687 Wertungsspielen hat der Wettbewerb eine ansehnliche Größe erreicht. Die hohe Beteiligung unterstreicht die anhaltende Faszination von „Jugend musiziert“.
Rund 40 Prozent der Teilnehmenden stammen aus ländlichen Regionen sowie aus Klein- und Mittelstädten. Diese breite Basis zeigt, dass die musikalische Nachwuchsförderung in Nordrhein-Westfalen flächendeckend wirkt und Talente in allen Regionen des Landes hervorbringt.
Das künstlerische Niveau des Wettbewerbs war erneut sehr hoch. Die durchschnittlichen Bewertungen lagen landesweit bei rund 22 Punkten. Bemerkenswert ist dabei, dass sich die Ergebnisse unabhängig von der Herkunft der Teilnehmenden auf einem sehr ähnlichen Niveau bewegen.
Eine besondere Rolle spielt das gemeinsame Musizieren: Mehr als 60 Prozent der ausgezeichneten Leistungen wurden in Ensembles erzielt. Damit wird deutlich, dass die Pädagoginnnen und Pädagogen in NRW nicht nur individuelle künstlerische Fähigkeiten fördern, sondern auch Teamgeist, gegenseitiges Zuhören und musikalische Kommunikation stärken.
292 junge Musikerinnen und Musiker konnten sich mit herausragenden Leistungen für den Bundeswettbewerb qualifizieren und werden Nordrhein-Westfalen dort vertreten, darunter 69 Solistinnen und Solisten und 223 Ensemble-Mitglieder.
Die Vielfalt der Beiträge reichte von klassischen Solo-Wertungen über Kammermusik bis hin zu Gesang. Besonders stark vertreten war das Klavier, gefolgt von Kammermusik für Holzblasinstrumente. Ein großer Teil der Teilnehmenden kommt von öffentlichen Musikschulen, die auch für den überwiegenden Teil der entsendenden Regionalwettbewerbe sorgen. Der Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2026 in Dortmund hat gezeigt, wie lebendig, vielfältig und leistungsstark die musikalische Nachwuchsszene in Nordrhein-Westfalen ist.
rvz und ae
Fotos: Emilia Cara Marton mit ihrer Performance ‘Liebe - Traum und Wahnsinn’ am 23. März 2026 im Orchesterzentrum Dortmund;
Hornquintett aus Bonn und Alfter: Delphine Labadie, Simon Serong, Leonard Dorf, Lucia Täuber und Robert Munson am 22. März 2026 im domicil Dortmund;
Projektleiter Armin Eichenmüller, Landesausschussvorsitzender Peter Nagy, Projektmitarbeiterin Samantha Bockstegen und die Zuständige seitens Dortmund Musik Birgit Kramarczyk im Juryabend am 22. März 2026; Fotos: LMR NRW.