Navigation für Screenreader Zur Hauptnavigation springen | Zum Seiteninhalt springen | Zur Meta-Navigation springen | Zur Suche springen | Zur Fuß-Navigation springen

Der Deutsche Musikrat fordert einen Ausbau der Förderarchitektur für die Freie Musikszene

In der Freien Musikszene haben sich professionelle Organisationsformen etabliert, die über reine Projektlogiken hinausgehen. Beispiele sind freie Ensembles und Orchester, Jazz-Kollektive, Bands, transkulturelle Ensembles, professionelle Vokalensembles und Chöre, ebenso Musikfestivals und freie Musikschulen. Sie bereichern das Musikleben mit ihren vielfältigen Angeboten genauso wie staatlich getragene Strukturen – schultern in Zeiten ausschließlicher Projektförderung aber ihr wirtschaftliches Risiko selbst. Der Deutsche Musikrat fordert daher in einem heute veröffentlichten Positionspapier: „Freie Musikszene braucht verlässliche Förderstrukturen“. 

Antje Valentin, Generalsekretärin des Deutschen Musikrats, erläutert: „Der Deutsche Musikrat fordert Bund, Länder und Kommunen dringend zu einer Anpassung ihrer Förderpraxis auf – für die Freie Musikszene muss neben der Projektförderung auch eine temporäre Strukturförderung möglich sein. Der Ausbau von mehrjährigen Fördermöglichkeiten, die auch den Overhead berücksichtigen, würde zu Planungssicherheit und fairen Arbeitsbedingungen beitragen und eine Investition in die Überlebensfähigkeit von selbstständiger Arbeit und die Strukturen der Freien Musikszene darstellen. Die Freie Musikszene ist eine wichtige Säule unseres Musiklebens. Doch sie ist geprägt von prekären Einkommenssituationen und schlechter sozialer Absicherung ihrer selbstständigen Akteur:innen. Wir brauchen endlich eine differenzierte bedarfsorientierte Förderarchitektur in ganz Deutschland, um die Entwicklungspotenziale der Freien Musikszene nicht zu verspielen!“ 

Im aktuellen Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist vereinbart, dass faire und transparente Vergütungsmodelle entwickelt und die soziale Absicherung von Musiker:innen gestärkt werden sollen. Dies soll auf die besonderen Arbeits- und Lebensbedingungen in der Musikbranche abgestimmt werden. 

(Pressemitteilung des Deutschen Musikrats vom 28.1.2026)