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Call for Papers: Tagung zum Singen als gemeinschaftsstiftende Praxis im Rheinland am 23. Juni 2027 in Köln

Die Hochschule für Musik und Tanz Köln bereitet in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft für rheinische Musikgeschichte e.V. und dem LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte eine wissenschaftliche Tagung zum Singen als gemeinschaftsstiftende Praxis im Rheinland im nächsten Jahr vor und hat hierzu den folgenden „Call for Papers“ veröffentlicht: 

Singen – Gemeinschaft – Rheinland 

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Formen des gemeinschaftlichen Singens in unterschiedlichen historischen und gegenwärtigen Kontexten des Rheinlands zu finden sind und aus welchen Beweggründen, unter welchen Bedingungen und mit welchen Zielsetzungen sie stattfinden. Davon ausgehend interessieren uns Fragen nach der Bedeutung des Singens für die Entstehung, Ausgestaltung und den Erhalt von Gemeinschaft. Relevant sind dabei sowohl Beispiele für institutionalisierte als auch für informelle Formen gemeinschaftlichen Singens mit ihren Hintergründen, (medialen) Außendarstellungen und regionalen Wirkungen. Besonders willkommen sind Beiträge mit thematisch-methodischen Verbindungen etwa zur historischen Forschung, Kulturanthropologie und -ethnographie sowie zu weiteren Disziplinen wie der Musikethnographie. 

Mögliche Perspektiven und Themen 

Die folgenden Perspektiven verstehen sich als Anregungen und sind weder abschließend noch als voneinander getrennte Sektionen gedacht. Sie können miteinander verbunden oder um weitere Fragestellungen ergänzt werden. 

Akteur*innen, Praxen und Darstellungen 

Ausgehend von konkreten Fallbeispielen ist danach zu fragen, wer gemeinsames Singen initiiert, gestaltet und trägt sowie welche Vorstellungen und Erfahrungen von Gemeinschaft damit verbunden sind. Dabei sind die Perspektiven der Mitwirkenden ebenso zu diskutieren wie Formen der Beteiligung und Aushandlung. Willkommen sind auch persönliche Erfahrungsberichte und Zeugnisse über Rituale und wiederkehrende Praxen. 

Räume, Netzwerke und gesellschaftliche Kontexte 

Gemeinsames Singen findet zugleich in größeren räumlichen und gesellschaftlichen Zusammenhängen statt. Mögliche Themen sind beispielsweise Orte und Räume des Singens, soziale und kulturelle Umgebungen sowie lokale und überregionale Netzwerke. Zu fragen ist dabei auch, welche Bedeutung das Rheinland als Bezugsraum erhält und wie regionale Zugehörigkeiten durch Praxen des Singens entstehen oder ausgehandelt werden. Ebenso können Veränderungen der gesellschaftlichen Bedingungen sowie daraus entstehende neue Formen, Herausforderungen und Möglichkeiten sowie deren reziproke Auswirkungen untersucht werden. 

Querschnittsperspektiven 

Die genannten Themen können unter anderem durch Fragen nach Transkulturalität und kulturellem Austausch, Gendering, Religiosität, Motivation und Engagement sowie Ritualisierung erweitert, präzisiert und miteinander verbunden werden. 

Einreichungen 

Wir freuen uns auf Einreichungen und Fallbeispiele, in denen … 

  • das Singen konstitutiv für die Entstehung und Erhaltung von Gemeinschaft ist. 
  • die Bildung und Erfahrung von Gemeinschaft eine zentrale Motivation für das Singen darstellt. 
  • das Singen als soziale und kulturelle Praxis betrachtet wird. 

Geplant sind Vorträge (20 Minuten) mit anschließender Diskussion (10 Minuten). Bitte senden Sie Ihr Abstract (max. 300 Wörter) bis zum 15. November 2026 an benjamin.bosbach@rsh-duesseldorf.de und soudabeh.samiei@folkwang-uni.de. Soweit eine anderweitige Kostenübernahme nicht möglich ist, übernehmen die Veranstalter*innen für die zugesagten Vortragenden die Kosten für Reise (Bahnfahrt 2. Kl.) und eine Übernachtung in Köln. Wir bitten dies bei der Bewerbung an-zugeben. 

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Und jetzt alle! Historische und kulturanthropologische Perspektiven auf das Singen als gemeinschaftsstiftende Praxis im Rheinland 

Wissenschaftliche Tagung der Hochschule für Musik und Tanz Köln in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft für rheinische Musikgeschichte e.V. und dem LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte 

Konzeption und Leitung: 

Benjamin Bosbach M.A. und Soudabeh Samiei M.A. 

in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Sabine Meine

Veranstaltungsdatum: 

Mittwoch, 23. Juni 2027 

Veranstaltungsort: 

Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Tanz Köln 

(Unter Krahnenbäumen 87, 50668 Köln)