Navigation für Screenreader Zur Hauptnavigation springen | Zum Seiteninhalt springen | Zur Meta-Navigation springen | Zur Suche springen | Zur Fuß-Navigation springen

AI MusicCon 2026 - KI in der Musik zwischen Innovation und Verantwortung: Bericht ist erschienen

Wie verändert Künstliche Intelligenz die Musik? Mit dieser Frage beschäftigte sich die AI MusicCon am 15. Juli 2026 im COMEDIA Theater Köln im Rahmen der SoundTrack_Cologne. Komponistinnen und Komponisten, Musiker, Wissenschaftlerinnen, Juristen, Entwickler und Musikpädagoginnen diskutierten über Chancen, Risiken und den verantwortungsvollen Einsatz von KI im Musikbereich.

Zur Eröffnung betonte Dr. Nicola Hülskamp (Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW), dass KI nicht nur eine technologische, sondern vor allem eine kulturelle Gestaltungsaufgabe sei. Yevgeni Birkhoff (Landesmusikrat NRW) unterstrich die Bedeutung eines differenzierten Austauschs zwischen Musikpraxis, Wissenschaft und Technologie. Einen kritischen Blick auf die Macht großer Plattformen warfen die Keynotes von Prof. Dr. Martin Andree (Universität zu Köln) und Prof. Dr. Francisco Tigre Moura (International University of Applied Sciences). Sie warnten vor der zunehmenden Konzentration digitaler Märkte und einer möglichen Verarmung kultureller Vielfalt durch massenhaft KI-generierte Inhalte.

Ein weiterer Schwerpunkt galt den rechtlichen Rahmenbedingungen. Michael Duderstädt (GEMA), Helienne Lindvall (European Composer & Songwriter Alliance), Dr. S. Dennis Engbrink und Moderator Dr. Anselm Kreuzer diskutierten über Urheberrecht, Transparenzpflichten und faire Vergütung im Zeitalter generativer KI. Parallel zeigten Workshops von Martin Villiger und Yevgeni Birkhoff, wie KI bereits heute Musikproduktion, Sounddesign, Mixing und sogar Programmierung unterstützen kann. Mit großem Interesse wurde zudem das neue Kompetenznetzwerk K3 – KI.Kunst.Kultur vorgestellt. Geschäftsführer Dr. Philipp Bojahr erläuterte den partizipativen Ansatz des vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Netzwerks, das Kunst- und Kulturschaffende bei einem reflektierten Umgang mit KI unterstützen will.

Im musikpädagogischen Panel diskutierten Prof. Dr. Kerstin Weuthen, Prof. Dr. Anna Schürmer, Thomas Hanz, Antje Valentin und Moderatorin Hanna Sophie Lüke über die Rolle von KI als „kritischem Sparringspartner“ im Unterricht. Einigkeit bestand darin, dass technologische Kompetenz und kritisches Urteilsvermögen künftig zu den wichtigsten Fähigkeiten im Musikbereich gehören. Das Abschlusspanel mit Dr. Philipp Bojahr, Prof. Dr. Anna Schürmer, Prof. Florian Hollerweger und Martin Villiger fasste die zentrale Botschaft der Tagung zusammen: KI kann kreative Prozesse bereichern und Routineaufgaben erleichtern, ersetzt aber weder künstlerisches Urteil noch kulturelle Verantwortung. Entscheidend sei, dass Kunst und Kultur die Entwicklung neuer Technologien aktiv mitgestalten.

Ein ausführlicher Bericht steht unten zum Download bereit. Die AI MusicCon 2026 wurde von Soundtrack_Cologne und vom Landesmusikrat NRW ausgerichtet und vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW sowie Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert.

rvz

Fotos: Anselm Kreuzer, Michael Duderstädt, Helienne Lindvall und Dennis Engbrink am 15. Juli 2026 im Comedia Theater Köln; Publikum im Raum “Die Eins” der Comedia; Präsentation von Zhiyun AI in “Die Drei”; Abschlusspanel mit Philipp Bojahr, Anna Schuermer, Florian Hollerweger und Martin Villiger; Fotos: LMR NRW.