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69 Prozent halten Musikunterricht in der Schule für wichtig

Repräsentative Allensbach-Umfrage des Deutschen Musikinformationszentrums zeigt große Wertschätzung für das Schulfach Musik

Musikunterricht genießt in Deutschland einen hohen Stellenwert: 69 Prozent der Bevölkerung halten es für wichtig oder sehr wichtig, dass Kinder und Jugendliche in der Schule Musikunterricht erhalten. Das zeigt eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Deutschen Musikinformationszentrums (miz), die vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt wurde. Der vollständige Ergebnisbericht steht unter miz.org zur Verfügung.

Die Untersuchung beleuchtet, wie Menschen in Deutschland ihren Musikunterricht rückblickend erlebt haben – und welche Bedeutung sie ihm heute beimessen. Die Ergebnisse zeigen: Musikunterricht bleibt vielen positiv in Erinnerung und steht häufig in Zusammenhang mit einer nachhaltigen musikalischen Praxis.

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) gibt an, dass ihnen der Musikunterricht in der Schule Spaß gemacht hat. Besonders positiv erinnern sich viele an gemeinsames Singen und Musizieren: 64 Prozent derjenigen mit positiven Unterrichtserfahrungen nennen dies ausdrücklich. Ebenso berichten 56 Prozent, sie profitierten bis heute von im Unterricht erworbenen Fähigkeiten wie Notenlesen, Rhythmusgefühl oder musikalischem Allgemeinwissen.

Zugleich zeigt die Studie einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Regelmäßigkeit des Musikunterrichts und dem späteren eigenen Musizieren: Von den Menschen, die während ihrer gesamten Schulzeit Musikunterricht hatten, musizieren heute noch 42 Prozent selbst. Bei Personen ohne Musikunterricht liegt dieser Anteil dagegen nur bei 14 Prozent. Besonders ausgeprägt ist der Effekt beim Instrumentalspiel.

„Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass Musikunterricht weit über die Schulzeit hinauswirkt“, sagt miz-Leiter Stephan Schulmeistrat. „Positive Erfahrungen im Musikunterricht prägen vielfach auch die spätere Beziehung zur Musik. Die hohe Wertschätzung des Musikunterrichts in der Bevölkerung macht deutlich, dass musikalische Bildung als wichtiger Bestandteil allgemeiner Bildung wahrgenommen wird. Diesem Anspruch sollte die schulische Praxis gerecht werden.“

Unterschiede zeigen sich zudem zwischen Ost- und Westdeutschland: 39 Prozent der ostdeutschen Bevölkerung hatten nach eigener Aussage während der gesamten Schulzeit Musikunterricht, im Westen trifft dies lediglich auf jede fünfte Person zu. Auch das schulische Bildungsniveau steht mit der Regelmäßigkeit des Musikunterrichts in Zusammenhang.

Die Studie bildet den Auftakt der neuen Umfragereihe „Musikmonitor Deutschland“ des Deutschen Musikinformationszentrums. Grundlage dieser ersten Umfrage sind 1.057 mündlich-persönliche Interviews mit Personen ab 16 Jahren, die zwischen dem 23. März und 9. April 2026 durchgeführt wurden.

(Pressemitteilung des Deutsche Musikinformationszentrums vom 9.6.2026)

Zum Download der Studie unter miz.org 

Das Deutsche Musikinformationszentrum ist eine Einrichtung des Deutschen Musikrats.