Am 14. Juni 2026 veranstaltete der Stadtmusikverband Köln e. V. bereits zum 23. Mal das Kölner Musikfest auf der Open-Air-Bühne des Tanzbrunnens. Von 11:00 bis 18:00 Uhr präsentierten Chöre, Ensembles und Orchester aus Köln und Umgebung ein abwechslungsreiches Programm, das die musikalische Vielfalt der Stadt widerspiegelte. Moderator Jürgen Kablitz führte souverän durch den Tag und stellte die Mitwirkenden dem Publikum vor.
Den Auftakt machte der Inklusionschor der Rheinischen Musikschule unter der Leitung von Michael Kokott. Mit spürbarer Begeisterung zeigten die Sängerinnen und Sänger, wie Musik Menschen verbindet und Barrieren überwindet. Anschließend begeisterte der Russisch-Deutsche Chor Cantilene Köln unter der Leitung von Margarita Prinz mit einem folklore-orientierten Repertoire.
Ein Höhepunkt des Vormittags war der Auftritt des Kölner Mandolinenorchesters „Harmonie“ unter der Leitung von Sergei Kudriaschow. Gemeinsam mit dem Mut-Mach-Chor Köln und der bekannten Kölner Sängerin Monika Kampmann wurde deren 50-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert. Das Publikum dankte den Mitwirkenden mit lang anhaltendem Applaus.
Mit dem Chor Heimatklänge, ebenfalls unter der Leitung von Margarita Prinz, sowie dem Akkordeon-Orchester Köln-Deutz e. V. unter der Leitung von Olga Belyaeva wurde die Vielfalt des Festivals eindrucksvoll fortgesetzt. Vor allem Standards amerikanischer Unterhaltungsmusik wie Frank Sinatras „My Way“ kamen beim Tanzbrunnen-Publikum gut an.
Zur Mittagszeit übernahm der 1. Kölner ShantyChor der Marinekameradschaft Köln von 1891 unter der Leitung von Reinhold Koytek die Bühne. Mit traditionellen Seemannsliedern und maritimen Klängen nahm der Chor das Publikum mit auf eine musikalische Reise über die Weltmeere. Am Nachmittag präsentierte sich das Erste Kölner Akkordeon-Orchester 1935 e. V. unter der Leitung von Winfried Haushalter gemeinsam mit den G'Oldies sowie dem Unterhaltungsorchester unter der Leitung von Peter Lohmar. Das breit gefächerte Programm sorgte für beste Stimmung und zeigte die Vielseitigkeit der Akkordeonmusik, die ja 2026 das „Instrument des Jahres“ der Landesmusikräte in Deutschland stellt.
Mit dem Koreanischen Frauenchor unter der Leitung von Won-Min Lee und dem Haegeum Ensemble K-YUL (Köln & Korea) unter der Leitung von Dr. Yookyung Nho-von Blumröder erhielt das Musikfest eine weitere internationale Note. Die traditionellen und modernen Klänge wurden vom Publikum mit großem Interesse aufgenommen.
Das Sinfonische BlasOrchester Köln (SBOK), ein Ensemble der Rheinischen Musikschule unter der Leitung von Christoph Hamborg, füllte das große Areal des Tanzbrunnens mit einem Repertoire sinfonischer Blasmusik. Den krönenden Abschluss gestaltete Maracatu Colônia e. V. unter der Leitung von Alfonso Garrido. Mit kraftvollen brasilianischen Rhythmen, energiegeladenen Percussion-Klängen und mitreißender Bühnenpräsenz verwandelte die Gruppe den Tanzbrunnen in eine farbenfrohe Klanglandschaft und sorgte für einen stimmungsvollen Ausklang des Festivals.
Das 23. Kölner Musikfest stand ganz im Zeichen des multikulturellen Miteinanders und der verbindenden Kraft der Musik. Der Stadtmusikverband Köln bot den Mitwirkenden eine Plattform, um ihr Können zu präsentieren und gleichzeitig Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft zu fördern.
rvz
Fotos: Der Chor Heimatklänge mit Leiterin Marita Prinz (l.) und dem Organisator des Musikfestes Hans-Christian Kesenheimer (4. v. r. hinten); das Akkordeon-Orchester Köln-Deutz e. V. unter der Leitung von Olga Belyaeva; der 1. Kölner ShantyChor der Marinekameradschaft Köln von 1891 unter der Leitung von Reinhold Koytek am 14. Juni 2026 am Tanzbrunnen Köln; Fotos: LMR NRW.