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Themenschwerpunkte

Der Landesmusikrat gibt sich seit Ende der 90er Jahre Themenschwerpunkte, die für zwei Jahre in den Mittelpunkt seiner Arbeit stehen, je nach der Laufzeit angestoßener Vorhaben aber auch darüber hinaus noch weitergeführt werden. Durch eine Satzungsänderung ist es seit 2003 möglich, zu den jeweiligen Themenschwerpunkten für einen begrenzten Zeitraum Beisitzer in das Präsidium zu wählen.

2007 – 2010: Kulturelle Vielfalt
Beisitzer im Präsidium: Andreas Heuser, Hans Lüdemann (bis 2009)


Seit 2007 verfolgt der Landesmusikrat NRW das Thema „Kulturelle Vielfalt“ als Schwerpunkt seiner Arbeit. Er bringt es in die Verbände des nordrhein-westfälischen Musiklebens ein, die in diesem Dachverband zusammenarbeiten, er veranlasst Studien und Diskussionen zur kulturellen Vielfalt in der Musik des Landes.
Das Thema leitete sich ab von der UNESCO-Konvention zum Schutz der kulturellen Vielfalt, die von der Europäischen Union und ihren Mitgliedsstaaten ratifiziert ist und deren Umsetzung derzeit auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene geplant wird. Als Auftakt zu diesem möglichen Themenschwerpunkt war der Landesmusikrat NRW Kooperationspartner der Deutschen UNESCO-Delegation bei dem Internationalen Kongress zur Kulturellen Vielfalt in der Essener Messe April 2007. Der Landesmusikrat richtete ein eigenes, international besetztes Diskussionsforum "Unerhört: Musik" aus und sorgte in Zusammenarbeit mit Alba Kultur (Birgit Ellinghaus) für das musikalische Rahmenprogramm (s. Meldung vom 02.05.07 unter http://www.lmr-nrw.de/aktuell/detail/browse/1/nachrichten/essener-weltkulturgipfel-zur-kulturellen-vielfalt/?tx_ttnews).
Der Landesmusikrat NRW setzt sich für den Schutz der kulturellen Vielfalt in Deutschland ein. Er unterstützt die Integration von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Migrationshintergrund und achtet dabei darauf, dass die Integration verschiedener kultureller Inhalte nicht zu einer Vereinigung auf dem "kleinsten gemeinsamen Nenner" wird. Er arbeitet darauf hin, die musikalische Vielfalt, die als Ergebnis einer jahrhundertlangen Immigration zu einem besonderen Charakteristikum Nordrhein-Westfalens geworden ist, zur öffentlichen Geltung zu bringen.

Podiumsdiskussionen im Rahmenprogramm von Creole NRW 2008
Im Rahmenprogramm von Creole NRW 2008 veranstaltete der Landesmusikrat vom 4. bis 7. September 2008 vier Podiumsdiskussionen im Dortmunder Solendo. Die erste stellte sich dem größeren Thema Weltmusik ohne Grenzen? Es diskutierten Ole Reitov (Stockholm, World Forum on Music & Censorship), Christine Merkel (Deutsche UNESCO) und Hans Lüdemann (Landesmusikrat NRW), moderiert von Katerina Pavlakis. Anlass war die Eröffnung des Weltmusikwettbewerbs "creole NRW", der bis zum 7. September im Solendo stattfand. Welche Probleme haben international arbeitende Weltmusiker und wie steht es um den grenzüberschreitenden Austausch? Hans Lüdemann, Mitglied des Präsidiums des Landesmusikrats, aber vor allem umtriebiger Jazzpianist, der aus Afrika-Reisen viele Anregungen bezog, empfindet die mit den Visa verbundenen Auflagen oft als Zumutung. Nicht selten müssen Musiker mitten auf internationalen Tourneen zurück in ihr Heimatland, weil es Schwierigkeiten mit ihrem Visum gibt und diese Probleme nur vom Heimatland aus geregelt werden dürfen.

Szenen migrationsgeprägter Musik in NRW hieß das 2. Podium. Thomas Sternberg, Professor der Theologie, Leiter einer Bildungsstätte in Münster und kulturpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, zeigte sich fasziniert von der Vielfalt, die die Dortmunder Studie zur kulturellen Vielfalt von Meral Cerci aufzeigt. Er befragte hierzu Meral Cerci, Birger Gesthuisen, Michael Rappe, Talia Bahir und Andreas Heuser nach den Szenen und Phänomenen von ethnisch geprägter Musik in NRW. Meral Cerci erforscht seit 2005 die kulturellen Grundlagen der Einwanderer in NRW. Zunächst versuchte sie eine Sekundäranalyse, die jedoch erschreckend wenig erbrachte – zu gering war die Zahl der bis dahin vorgelegten einschlägigen Arbeiten. Ihr blieb nur die Grundlagenforschung, die sich in ihrer Studie „Kulturelle Vielfalt in Dortmund“ v.a. auch den kulturellen Präferenzen von Einwanderern widmete. Die Studie erweist ein generelles Interesse (28 % der Befragten) an Weltmusikveranstaltungen, wenngleich nur 5 % der Befragten wirklich Veranstaltungen besucht hatten. Das Potenzial ist riesig, stellt Meral Cerci fest, die Veranstalter und die Spielstätten müssen es nur erschließen und Kommunikations¬wege zu den Interessenten finden.

Globale Musik in den Medien hieß das 3. Podium. Ulli Langenbrinck, Journalistin und Cheflektorin des Asso-Verlags in Oberhausen, sah die Weltmusik in einer Krise der medialen Berichterstattung. Allgemein scheint das Thema auf dem Rückzug zu sein, die Fachmedien sind in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, die Feuilletons blenden das Thema Weltmusik mehr und mehr aus. Als Informationsforum tritt das Worldwide Web in die Lücke, doch ist dies eine ausreichende Kompensation? Ist die globale Musik in den Medien so vertreten, wie sie es sein sollte? Dies richtete die Moderatorin des 3. Forums zur Musikalischen Vielfalt als Frage an Uli Lemke, den Redakteur des Fachjournals „Blue Rhythm“, an Johannes Theurer vom Berliner Radio Multikulti des RBB und an Dr. Werner Fuhr von WDR3.

Im 4. Podium zur kulturellen Vielfalt in der musikalischen Bildung von NRW befragte Reinhard Knoll, Leiter der Musikschule Neuss und Präsidiumsmitglied des Landesmusikrats, vier Fachleute aus dem Bildungswesen: Volker Gerland, Leiter der Musikschule Dortmund und Vorsitzender des Landesverbands der Musikschulen in NRW, Manfred Grunenberg, Direktor des Programms „Jedem Kind ein Instrument“ im Ruhrgebiet, Nesrin Tanç, bis vor wenigen Monaten Projektleiterin des Projekts „Bağlama für alle“ im Kultursekretariat Wuppertal, und Martin Greve, den Fachbereichsleiter für türkische Musik am Konservatorium Rotterdam.
Welche Projekte in NRW sind wichtig für die Durchsetzung eines ethnisch-instrumentalen Unterrichtsangebots? Nesrin Tanç ist seit zehn Jahren als deutsch-türkische Kulturvermittlerin tätig und stritt vor allem für das Projekt „Bağlama für alle“, das zum Jahresende ausläuft. Entwickelt von Christian Esch vom Kultursekretariat Wuppertal, Volker Buchloh und Volker Gerland vom Landesverband der Musikschulen in NRW und weiteren Akteuren boten in dem Programm alle beteiligten Musikschulen Bağlama-Kurse in ihren Räumen an. Es gelang, Kinder in Musikschulen zu bringen, die diese sonst nicht entdeckt hätten. Das Projekt war beispielhaft, doch es ist nach Meinung von Nesrin Tanç bei weitem nicht genug.
Reinhard Knoll attestiert dem Projekt das Erreichen seiner Ziele, doch die Frage bleibt, wie es weiter gehen soll. Nesrin Tanç gibt die Frage an die öffentlichen Institutionen weiter, in diesem Fall an Volker Gerland. Der nimmt für die kommunalen Musikschulen zunächst einmal in Anspruch, schon immer willig gewesen zu sein, Angebote in diese Richtung zu entwickeln. Doch es fehlten meist die Lehrkräfte bzw. wurden geeignete Lehrkräfte nicht erreicht. Man kann auch Unterrichtsangebote ethnischer Instrumente entwickeln, die Menschen aus ganz anderen Kulturen anziehen. Dieser Aspekt ist für Gerland mindestens ebenso wichtig wie das Zielen auf bestimmte Migrantengruppen. Die Musikschulen dürfen bei den Fragen des ethnischen Angebots nicht alleine gelassen werden, fordert Gerland. Die Herausforderung, die Instrumente zu beschaffen und die Lehrkräfte zu finden, erfordert die Zusammenarbeit mit der Stiftung. Gefragt wird auch, welche schon vorhandenen Kräfte an einer Musikschule flexibel und vielseitig interessiert sind. In Bezug auf pädagogisches Niveau wird es aber keine Abstriche geben, allenfalls ein Querdenken bei der Frage der Qualifikationen.

Reinhard Knoll bietet der Runde zum Abschluss die Gelegenheit, den dringendsten Wunsch zu diesem Thema zu äußern. Volker Gerland wünscht allen Kollegen an den Musikschulen den Mut, nicht an die Schwierigkeiten, sondern an die Chancen zu denken, die in diesem Arbeitsfeld liegen. Manfred Grunenberg äußert weniger einen Wunsch denn eine Überzeugung: Wenn „Jedem Kind ein Instrument“ erfolgreich ist, woran er nicht zweifelt, werden viele tausend Kinder mit kräftigen instrumentalen Fähigkeiten alles überschwemmen. Eine neue Nachfragesituation wird entstehen, die viele heutige Probleme löst.
Martin Greve wünscht sich, dass die guten Anfänge in NRW in andere Bundesländer übernommen werden. In Berlin gab es Ansätze, die schon wieder erloschen sind. Alle kulturellen Ausbildungsgänge zu Lehrern, Therapeuten etc. sollten die globale Musik einbeziehen. Nesrin Tanç fordert, dass das Konservatorium Rotterdam und die NRW-Projekte vorbildlich für den öffentlichen Dienst und für die musische Ausbildung werden und das gesamte System prägen. Reinhard Knoll schmunzelt über das Wiederaufleben des „Gangs durch die Institutionen“. Bericht unter: http://www.lmr-nrw.de/servicedownloads/kulturelle-vielfalt/

Bağlama und „Jugend musiziert“ – Diskussion in Essen
Am 1. Juni 2009 stand die Bağlama im Mittelpunkt der Diskussion: Im Katakombentheater Essen trafen Vertreter des NRW-Kultursekretariats Wuppertal, des Landesmusikrats NRW und des Landesverbands der Musikschulen in einer Podiumsdiskussion zusammen. Moderator Reinhart von Gutzeit, Vorsitzender des Projektbeirats von „Jugend musiziert“, fragte sie und viele Bağlama-Spieler im Publikum, ob die Bağlama nun dauerhaft als Wertungskategorie Teil des Bundeswettbewerbs Jugend musiziert werden sollte. Der Bundeswettbewerb fand an jenen Tagen in Essen statt.
Die Landeswettbewerbe von NRW und von Berlin haben die Bağlama schon vor Jahren aufgenommen. Die Diskussionsteilnehmer Kazim Çalisgan (Katakombentheater), Kemal Dinc (Musikhochschule Rotterdam), Christian Esch (Kultursekretariat Wuppertal), Volker Gerland (Landesverband der Musikschulen in NRW) und Robert v. Zahn (Landesmusikrat NRW) sowie aus dem Publikum Prof. Dieter Kreidler (Musikhochschule Köln/Wuppertal), Christian de Witt (Folkwang-Musikschule und Landesmusikrat NRW) und Ulas Özağac (Bağlama-Verband NRW) sprachen sich einmütig für die Einführung einer Kategorie Bağlama aus.
Nach der Diskussion demonstrierte das Jugendzupforchester NRW mit einem Konzert unter Leitung von Christian de Witt, dass die Vielfalt der Instrumente unser Repertoire bereichert. Es führte ein Werk für Bağlama solo und Zupforchester auf, das anatolische Volksweisen zu Konzertsätzen bearbeitet. Komponist ist der Bağlama-Virtuose Koray Berat Sari, der als Gitarrist Mitglied des Jugendzupforchesters ist.
In den Musikwettbewerben des Landesmusikrats kommen hervorragende Spieler sogenannter ethnischer Instrumente oft von Privatlehrern bzw. aus privat getragenen Schulen. Für die Bağlama gilt dies nicht mehr in dem Maße, denn seit dem Programm des NRW-Kultursekretariats „Bağlama für alle“ schaffen die öffentlichen Musikschulen vermehrt spezifische Angebote. Im Ruhrgebiet erhielt dies durch das Landesprogramm „Jedem Kind ein Instrument“ eine besondere Dynamik, denn die beteiligten Musikschulen sind gehalten, zwei ethnische Instrumente im Unterrichtsangebot zu haben. Gerade diese Dynamik zeigt, wie notwendig es ist, Ausbildungsstandards an den Musikschulen und eine darauf fußende Hochschulausbildung von Musiklehrern zu erarbeiten.
Ein neuer Bağlama-Workshop von „Jedem Kind ein Instrument“, NRW-Kultursekretariat und Landesverband der Musikschulen nutzt die Möglichkeit, diese Standards direkt mit den Teilnehmern zu entwickeln, die heterogene praktische Erfahrungen einbringen. Dreißig Bağlama-Lehrer kamen am 2. Juni in der Kunst- und Musikschule Duisburg zusammen. Solche Standards sollten auch für andere Instrumente von Einwanderern in NRW entwickelt werden.

Fachgespräch Interkultur im Düsseldorfer Landtag
Kultursekretariate, Landesmusikrat, „JeKi“ und Landesverband der Musikschulen organisierten am 19.05.09 eine Veranstaltung im Landtag NRW zur Frage der Instrumentenwahl, der personellen und finanziellen Probleme der Musikschulen und der Chancen der Hochschulen. Die Ergebnisse wurden am Nachmittag Mitgliedern des Kulturausschusses des Landtags NRW vorgestellt. Über 80 Fachleute der musikalischen Bildung gingen in drei Arbeitsgruppen Fragen zur Situation und zu den Chancen der Musikschulen, Musikhochschulen und Privatmusiklehrer nach. Einigkeit bestand darin, dass die derzeitigen Unterrichts- und Studienangebote von Musik¬schulen und Musikhochschulen die Musik von Einwanderern unzureichend berücksichtigen.
Erforderlich sind neue Angebote der Hochschulen zur Qualifikation von Lehrkräften für Instrumente der Weltmusik. Eingeführt werden sollten eigenständige Fächer wie etwa Bağlama. Die Qualifizierung sollte die Lehrkräfte in die Lage versetzen, an Musik¬schulen mehrere ethnische Instrumente zu unterrichten, dabei künstlerische und pädagogische Qualitätsstandards einzuhalten und gleichzeitig eine Zielgruppe anzusprechen, deren Vorbildung sehr heterogen ist. Als ein Ergebnis des Tages soll ein Empfehlungs- und Strategiepapier zur praktischen Einbeziehung von Weltmusik in die Stoff- und Ausbildungspläne der Musikhochschulen in NRW an den neuen Kunsthochschulbeirat des Landtags gerichtet werden.
Die kommunalen Musikschulen, aber auch solche in freier bzw. privatrechtlicher Trägerschaft, befinden sich überwiegend in einer personellen, logistischen und finanziellen Situation, die eine Ausweitung der Unterrichtsangebote kaum erlaubt: Die Einführung neuer Musikstile und -instrumente und die offensive Öffnung für Weltmusik und Menschen mit Einwanderungsgeschichte können die Musikschulen nicht durch Umschichtung in den bereits jetzt zu knappen Etats selbst schultern. Deshalb sind hier Programme des Landes über „Jedem Kind ein Instrument“ hinaus, eventuell auch mit Blick auf Mittel der Sozialpolitik, erforderlich.
Es geht den Trägern der Veranstaltung nicht nur darum, mit einem Unterrichtsangebot von ethnischen Instrumenten die Ansprache von Menschen mit Migrationshintergrund zu erleichtern. Die Ausweitung der Unterrichtsangebote und -materialien auf Musik¬formen anderer Kulturkreise wird die traditionelle deutsche Kultur anregen und weiter¬entwickeln. Sie wird zudem für ein Klima des gegenseitigen kulturellen Respekts sorgen, der mittelbar kulturelle Integrationseffekte erwarten lässt. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Entwicklung und Durchführung von gezielten Fort- und Weiterbil¬dungs¬maßnahmen notwendig. Auch die Zielgruppenansprache ist ständig zu hinter¬fragen und zu verbessern. Ergebnisbericht als Download unter: http://www.lmr-nrw.de/servicedownloads/kulturelle-vielfalt/

Studien zur kulturellen Vielfalt
Der Landesmusikrat gab zwei Studien von Experten in Auftrag, auf deren Basis die weitere Arbeit des Landesmusikrats zur kulturellen Vielfalt entwickelt wird. Die größere Studie gilt den Szenen von Musiken mit Migrationseinflüssen in NRW. Birger Gesthuisen war ein Jahr im Auftrag des Landesmusikrats NRW unterwegs an Rhein und Ruhr. Mehr als 100 Interviews mit Amateurmusikern und professionellen Künstlern aus 25 Herkunftsländern füllen das alte Schlagwort von der ‚multikulturellen Gesellschaft’ mit konkreten Inhalten einer äußerst lebendigen Musiklandschaft. Dem Buch liegt eine CD bei mit 28 Titeln und einer Spielzeit von 79:33 Minuten. Die Studie ist im Dezember 2009 im Klartext-Verlag Essen erschienen und im Buchhandel erhältlich: Birger Gesthuisen, Musikwelten NRW. Kulturen der Einwanderer, 340 Seiten, broschiert, 19,95 €, ISBN 978-3-8375-0167-4.
Die kleinere Studie gilt jungen Rockbands, die kulturell gemischt besetzt sind und deren Musik Migrationseinflüsse verrät. Matz Kastning nimmt eine Bestandsaufnahme vor und fragt, wie sich die Migrationseinflüsse zeigen, und knüpft daran die Frage an, inwieweit es möglich und sinnvoll ist, diese Musiken auf Pop- und Rockfestivals zu präsentieren und junge Musikfreunde mit diesen Stilen zu konfrontieren. Sein Ergebnis ist ernüchternd: Zwischen den Bands, in denen sich fremde Stileinflüsse auf einem hohen musikalischen Niveau zeigen, und den Bands, die man erfolgreich auf Popfestivals präsentieren kann, gibt es keine sonderliche Schnittmenge. Die Studie ist Arbeitsgrundlage für die Förderarbeit des Landesmusikrats.

Das Präsidium des Landesmusikrats hat sich in seiner Sitzung vom 28.01.09 dafür ausgesprochen, den Arbeitsschwerpunkt Kulturelle Vielfalt um ein Jahr, also bis August 2010, zu verlängern.


Bisherige Themenschwerpunkte:


1999 - 2001
Laienmusikförderung

2001 - 2003
Musikalische Bildung

2005 – 2007
Berufsmusik (Beisitzerin: Romely Pfund)

2005 – 2007
Populäre Musik (Beisitzer: Steffi Stephan, Wolfgang Rohde) 

2007 - 2010
Kulturelle Vielfalt (Beisitzer: Andreas Heuser, Hans Lüdemann)