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Jazz-Hoffnungsträger im Domicil: Preisträgerkonzert Jugend jazzt NRW

Kulturstaatssekretär Bernd Neuendorf und der Dortmunder Kulturdezernent Jörg Stüdemann überreichten den Preisträger-Bands des Landeswettbewerbs Jugend jazzt am 28. November ihre Urkunden. Bernd Neuendorf zeigte sich von den Leistungen, die die Bands im Domicil boten beeindruckt. Die Spielfreude und der Zusammenhalt, der sich in den Ensembles zeige, berechtige zu großen Hoffnungen. Jörg Stüdemann freute sich, dass das Preisträgerkonzert des Landeswettbewerbs wieder in das Domicil zog und stellte einige Stationen der Jazzgeschichte vor, die sich in diesem vielfach ausgezeichneten Club abgespielt hat.

Zuvor hatte schon Thomas Haberkamp als Organisator des Wettbewerbs darauf hingewiesen, wie eng die Unternehmung des Landesmusikrats NRW mit der Musikschule Dortmund und dem Domicil verbunden ist. Doch er schlug auch kritische Töne an: Zwar sei die Qualität der Preisträgerbands wieder herausragend, doch werfe die gegenüber früheren Wettbewerben geringere Zahl an Ensembles ein deutliches Licht auf die Situation des heutigen Schulsystems, in dem auch den begabten jungen Musikerinnen und Musikern immer weniger Freiraum bleibe, ihre Begabung weiter zu entwickeln und mit Mitschülern zusammen Musikprojekte zu verfolgen.

Am meisten Eindruck hinterließen das Quintett „Soundprinters“ aus Köln, das im Entscheid der Juroren nur ganz knapp dem Quartett „Rahat“ aus Bielefeld unterlag. „Soundprinters“ stellt eine Metamorphose der Band „Soundprints“ dar, die bereits die vorige Landesbegegnung und auch in der Bundesbegegnung einen Preis gewann, insofern trug sie den Abstand von gerade einmal 0,3 Punkten auf „Rahat“ mit Fassung.

Desweiteren traten das „Junk Trio“ aus Duisburg, „Fo(ur) Maat“, ein Saxofonquartett aus Soest, die „Peanuts Band“ aus Gevelsberg unter Leitung von Lasse Öqvist, „das Bänd“ aus Witten und die „Minor Preachers“ aus Erftstadt unter Leitung von Jürgen Konietzny auf.

Der Dortmunder Energieversorger „DEW 21“ vergab Förderpreise an die beste Band der jeweiligen Altersgruppe, in der Altersgruppe I an die „Minor Preachers“ aus Erftstadt und in der Altersgruppe II an die „Soundprinter“. Da keine Band in der Altersgruppe III angetreten war, ging ein weiterer Förderpreis je zur Hälfte an die zweithöchstplatzierte Combo der Altersgruppe II, das „Junk Trio“ aus Duisburg, und an das jüngste Ensemble, die „Peanuts Band“ aus Gevelsberg mit einem Durchschnittsalter von 13 Jahren.

„Rahat“ wird NRW nun in der Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ 2015 in Potsdam vertreten.

Für den zweiten Teil des Festkonzerts im Domicil sorgte das Jugendjazzorchester NRW. Unter Leitung von Michael Villmow stellte es Ergebnisse seiner jüngsten Arbeitsphase vor. In den Bläserreihen sah man am Pult der 3. Posaune Stephan Schulze spielen. Schulze gehört nicht nur zum Leitungsteam des Jugendjazzorchesters und ist nicht nur Träger des WDR Jazzpreises, unter seiner Ägide entstand an der Musikschule Bielefeld auch die Siegerband „Ahat“. Als kurzfristig ein Posaunist des Landesjugendensembles ausfiel, übernahm er spontan den Platz in der Tutti-Reihe.

Jugend jazzt NRW wird von Thomas Haberkamp (Musikschule Dortmund) organisiert, vom Landesmusikrat NRW in Kooperation mit der Musikschule Dortmund getragen und vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW sowie von Skoda gefördert. Die Jury bestand aus Silvia Droste (Musikhochschule Enschede), Prof. Uli Beckerhoff, Prof. Matthias Nadolny (Folkwang Universität der Künste, Essen), Prof. Henning Berg, Prof. Michael Küttner und Hubert Nuss (Hochschule für Musik, Köln).

rvz

Fotos: Luka Müller und Ferdinand Schwarz von den „Soundprinters“ aus Köln am 28. November 2014 auf der Bühne des Domicil. „Rahat“ aus Bielefeld. Die „Minor Preachers“ aus Erfstadt. Fotos: Kurt Rade, Dortmund.