Empfehlungen des Instituts für Strömungsmechanik und Aerodynamik an der Bundeswehr-Universität München sowie des Chorverbands NRW zum Singen

Zwei Wissenschaftler des Instituts für Strömungsmechanik und Aerodynamik Neubiberg an der Bundeswehr-Universität München haben eine interessante Studie zur Frage "Musizieren während der Pandemie: Über Infektionsrisiken beim Chorsingen und Musizieren mit Blasinstrumenten" vorgelegt. Christian J. Kähler und Rainer Hain fragen dabei auch: Bei welchem Abstand wird singen gefährlich? - und kommen beim Singen selbst zu kurzen Reichweiten der Infektionsgefahr. Doch wer dabei mitunter hustet - und das ist in jeder Chorprobe der Fall - vergrößert das Risiko ungemein.

"Beim einfachen Stoßhusten können die Tröpfchen über einen Meter weit transportiert werden und beim lang anhaltenden Reizhusten sogar über 2 Meter." Die Autoren empfehlen eine versetzte Aufstellung der Sängerinnen und Sänger, wenn der Chor aus mehreren Reihen besteht. Zudem gilt es, für eine gute und richtige Belüftung in den Probenräumen zu sorgen, um die Gefahr einer Infizierung durch langsame Raumluftströmungen zu minimieren. Die Empfehlungen der Autoren stehen hier zum Download bereit.

Der Chorverband NRW gibt auf seiner Website cvnrw.de Verhaltensempfehlungen. Von Chorgesamtproben rät er ab, Registerproben empfiehlt er, in den digitalen Raum zu verlagern und einem jeden Chor, der beabsichtigt, die Probenarbeit ab dem 11.05. in Gruppen mit bis maximal 6 Personen wieder aufzunehmen, rät der Verband, vorab im Sinne der Einhaltung der kommunalen Verordnungen beim entsprechenden Gesundheitsamt schriftlich ein Hygiene- und Sicherheitskonzept einzureichen und dieses genehmigen zu lassen. Details unter cvnrw.de. 

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