LandesJugendOrchester NRW
LandesJugendOrchester NRW
c/o Trägerverein LJO NRW e.V.
Hinterm Engel 18a
47574 Goch
Tel.: 0 28 23 / 97 32 10
Fax: 0 28 23 / 97 32 20
E-Mail: LandesJugendOrchester
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Geschäftsführung: Hans Josef Menke
Ständiger Dirigent: Hubert Buchberger
Leitungsgruppe: Hans Josef Menke, Prof. Emil Platen, Prof. André Sebald, Christian Fitzner, Pierre Alain Chamot
Vorstand Trägerverein LJO NRW e.V.: Hans Josef Menke, Kurt D. Maute, Christoph Held (WDR), Hans-Peter Boer (BRMS), Bettina Münzberg, Monika Brunert-Jetter, MdL

- Jubiläumskonzert zum 40-jährigen Bestehen in der Düsseldorfer Tonhalle (Foto: LJO NRW)
Das LandesJugendOrchester Nordrhein-Westfalen (LJO) wurde 1969 von Prof. Dr. Emil Platen und Hans Josef Menke als Initiative der Jeunesses Musicales NRW gegründet. Es bietet hoch begabten Musikern aus NRW im Alter von 14 bis 22 Jahren die Möglichkeit zum Zusammenspiel in großer sinfonischer Besetzung unter der Leitung von namhaften, qualifizierten Dirigenten. Dem Orchester gehören rund 100 Instrumentalisten an, die zumeist Preisträger der Wettbewerbe "Jugend musiziert" sind oder sich in Schul-/Jugendorchestern bzw. Kammermusikgruppen bewährt haben. Für ihre Mitwirkung im LJO werden sie durch jährlich stattfindende Vorspiele ausgewählt bzw. können in einer Auswahlarbeitsphase ihr Können unter Beweis stellen.
Das Orchester wurde 13 Jahre lang von Prof. Martin Stephani, weiter von Otmar Maga, Prof. Thomas Ungar, fast 9 Jahre von GMD Welisar Gentscheff dirigiert. Als Gastdirigenten wirkten Fernando Eldoro (Lissabon), Prof. Jenö Rehak (Frankreich), Johannes Stert (Köln), Martynas Staskus (Vilnius), Thomas Wise (Bonn), Jacques Mercier (Paris/Metz) und Hermann Bäumer (Berlin/Osnabrück). 2006 spielte das Orchester unter der Leitung von Ferenc Gabor (Berlin). Seit 2002 hat das LJO NRW dem Frankfurter Dirigenten Hubert Buchberger die Leitung der Projekte als ständiger Dirigent anvertraut.
Die meisten Orchestermitglieder sind Schüler und werden an Musikschulen, als Jungstudenten an Musikhochschulen oder im Privatunterricht auf ihren Instrumenten ausgebildet. Das enorme Engagement, die Begeisterung für die Musik sowie die vortreffliche Beherrschung ihres Instruments sind die Vorraussetzungen für die herausragenden Ergebnisse der meist 14-tägigen Arbeitsphasen mit täglichen Proben von 8 bis 10 Stunden. Viele Mitglieder des LJO werden Berufsmusiker: In zahlreichen renommierten Orchestern wurden ehemalige Instrumentalisten des LJO engagiert, bis hin zu Solopositionen im Berliner Philharmonischen Orchester und zu Professuren an diversen Musikhochschulen.
Seit Gründung des LJO fanden mehr als 170 Arbeitsphasen statt. Das Orchester trat bis heute in über 500 Konzerten und Opernaufführungen auf, u.a. spielte es die Oper "Fidelio" von Beethoven, Carl Maria von Webers "Freischütz", Georges Bizets "Carmen" und "Die Entführung aus dem Serail" von Wolfgang Amadeus Mozart. Bei Konzertreisen in die Bundesländer Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg, Hamburg, Bayern und das Saarland, nach Spanien, in die Schweiz, die Niederlande, ins ehemalige Jugoslawien, nach Polen, Portugal, Russland, alle baltischen Länder und China begeisterte das LandesJugendOrchester NRW die Zuhörer.
Das Repertoire des Orchesters reicht von Werken des ausgehenden 16. Jahrhunderts bis zu Kompositionen der Gegenwart und umfasst neben der sinfonischen Musik auch Werke der Gattung Oper und Oratorium.
Das LJO trat beim 26. Weltkongress der Jeunesses Musicales 1972 im Rahmen der XX. Olympischen Spiele in München auf. Auch beim Internationalen Beethovenfest der Stadt Bonn spielte das LJO neben weltbekannten Orchestern. Zum 50-jährigen Bestehen des Landtags NRW am 2. Oktober 1996 gestaltete das LandesJugendOrchester NRW den musikalischen Rahmen des Festakts in der Düsseldorfer Tonhalle. Im Herbst 2000 ging es zum ersten Mal auf eine Tournee durch China. Im Sommer 2002 war das LJO dann in Ungarn, im Sommer 2004 im Baltikum und in Russland. Nach einer Konzerttournee durch Polen 2005 wurde im Herbst 2006 eine weitere große China-Reise durchgeführt. Im April 2007 hat eine Zusammenarbeit mit der Kölner Oper im Bereich "Kinderoper" stattgefunden. Es gab zwei Aufführungen der Zauberflöte in der Kölner Oper. Im Juni kooperierte das LJO NRW mit dem Oratorienchor des "Temple du Louvre" in Paris mit dem Deutschen Requiem von Johannes Brahms und im Herbst reiste es nach Kroatien und Bosnien-Herzegowina. In der größten Besetzung bisher spielte das LJO Olivier Messiaens "La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus-Christ" im Februar 2008. Daran schloss sich eine Arbeitsphase "Verfemte Musik" unter der Leitung von Gerd Albrecht im März und eine Konzertreise nach Portugal im Oktober 2008 an. 2009 fanden Konzertreisen nach Paris (Juni) und Tschechien, Ungarn und Kroatien (Herbst) statt. Im Januar 2010 feierte das LJO im Januar sein 40-jähriges Bestehen mit Konzerten in Goch, Detmold, Köln und Düsseldorf. Reisen sind nach Paris (Juni 2010) und Südfrankreich (Juli 2010), nach Estland (2011) und Frankreich (2012) geplant.
In Zusammenarbeit mit dem WDR wurden zahlreiche CDs produziert und für Rundfunk- und TV-Übertragungen Konzerte live mitgeschnitten. Seit 2006 besteht eine Patenschaft zwischen dem WDR-Sinfonieorchester Köln und dem LandesJugendOrchester NRW. Diese Patenschaft wird belebt durch die Zusammenarbeit im Dozentenbereich, das Ausleihen von Notenmaterial und Instrumentarium und vielem mehr. Das Landesjugendorchester NRW wird gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen.
