Allgemeiner Cäcilien-Verband für Deutschland (ACV)

Erneuerungsbestrebungen auf dem Gebiet der Liturgie und der Kirchenmusik, die sich bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts abzeichneten, veranlassten den Chorallehrer am Regensburger Priesterseminar, Franz Xaver Witt, 1868 den „Allgemeinen Deutschen Cäcilien-Verein“ zu gründen. Am 21.Januar 1991 hat die Deutsche Bischofskonferenz die am 12.11.1990 vorgelegten neuen Statuten genehmigt.

Der Verband führt jetzt den Namen "Allgemeiner Cäcilien-Verband für Deutschland" (ACV). Die drei Landesverbände arbeiten weiterhin zusammen in der "ständigen Konferenz der Allgemeinen Cäcilienverbände der Länder deutscher Sprache". Gemäß Can. 298 §1 CIC ist er als ein privater kirchlicher Verein im Bereich der deutschen Bischofskonferenz tätig. Er hat seinen Sitz in Regensburg.

Mitglieder des ACV sind die Diözesan-Cäcilienverbände der Bistümer Deutschlands mit ihren Kirchenchören, der Deutsche Verband Pueri Cantores, die Konferenz der Leiter katholischer, kirchenmusikalischer Ausbildungsstätten, die Arbeitsgemeinschaft der Ämter/Referate für Kirchenmusik der Diözesen, andere Verbände, Institutionen und Arbeitsgemeinschaften mit kirchenmusikalischer Aufgabenstellung, Einzelpersonen mit entsprechender Fachkompetenz und Ehrenmitglieder.

Die Aufgaben des ACV sind bestimmt von den Belangen der katholischen Kirchenmusik in Deutschland im Sinne des kirchenmusikalischen Apostolates gemäß den geltenden kirchlichen Erlassen. Dazu zählt die Pflege des Gregorianischen Chorals, der Polyphonie aus älterer und neuerer Zeit, des deutschen Kirchenliedes, der kirchlichen Orgelkunst und der Instrumentalmusik. Der besonderen Sorge des Verbandes obliegt die religiös-liturgische und künstlerisch-kulturelle Bildungsarbeit der Kirchenchöre. Der ACV ist ein Fachverband, der die Interessen der Kirchenchöre und der Kirchenmusiker gleichermaßen vertritt. Die Mitgliedschaft der einzelnen Chöre setzt das Bestehen eines Diözesan-Cäcilienverbandes, dem die Chöre angehören, voraus.

Der ACV gibt seit der Gründung 1868 mit 12-jähriger Unterbrechung durch Kriegseinwirkungen die Zeitschrift "Musica sacra" (Cäcilienvereinsorgan), heute sechsmal im Jahr, heraus. Seit 1886 erscheint das Kirchenmusikalische Jahrbuch. Es besteht eine Schriftenreihe des ACV mit Kongressberichten, wissenschaftlichen Arbeiten, dazu zählt eine Darstellung des ACV mit seiner Geschichte und seinen Aufgaben.

Die Patronin der Kirchenmusik "Cäcilia" wurde auch in die Namensgebung des ACV einbezogen, wie dies im 19. Jahrhundert beim Aufblühen des Vereins- und Verbandslebens bei Verbindungen von Musikern und Sängern der Kirchenmusik gebräuchlich war. Der ACV veranstaltet Kongresse und Tagungen mit Referaten und musikalischen Programmen, dies insbesondere anlässlich von Generalversammlungen. In den Diözesen, den Regionen und Dekanaten werden Gemeinschaftsveranstaltungen und Musikfeste durchgeführt, die ehemals die Bezeichnung "Cäcilienfeste" trugen.

Ein eigenständiges Archiv des ACV besteht nicht. Frühe Materialien Regensburger Ursprungs finden sich im Diözesanarchiv (Proske-Bibliothek) Regensburg. Spätere Archivalien sowie Teile einer Bibliothek sind durch Kriegseinwirkung verlorengegangen oder auf verschiedene Orte verteilt.

Vorsitzender und Delegierter im Landesmusikrat NRW:
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