Preisträgerkonzert Jugend jazzt NRW in Dortmund

Vor einem gut gelaunten Publikum präsentierten sich am 5. Dezember Preisträger-Bands des Wettbewerbs „Jugend jazzt NRW“ im Dortmunder Domicil. Staatssekretär Prof. Klaus Schäfer und Oberbürgermeister Ullrich Sierau persönlich überreichten den jungen Musikerinnen und Musikern ihre Urkunden.

Klaus Schäfer würdigte, dass dieser Landeswettbewerb nun schon seit 26 Jahren ausgetragen wird und die Stadt seiner Gründung nie verlassen hat. Das sei wohl der glücklichen Kooperation zwischen den Trägern Landesmusikrat NRW und Musikschule Dortmund geschuldet. Wie sich auch - darauf wies Ullrich Sierau gerne hin - das Domicil als Ort des Abschlusskonzerts überaus bewährt hat. Klaus Schäfer kennt die beteiligten Institutionen gut: Schon als Dortmunder Student hat er das alte Domicil besucht.

Organisator Thomas Haberkamp dankte den Trägern und schilderte die Mühen der Jury, die es in diesem Jahr nicht leicht hatte, genau eine Band auszuwählen, die NRW in der Bundesbegegnung Jugend jazzt vertreten wird. Neben dem ausgewählten Duo „Reviving 2“ aus Düsseldorf, dessen Saxophonist Niklas Kluger auch einen Sonderpreis für seine solistische Leistung erhielt, kam auch das „Jeranimo Jazz Quartett“ aus Drensteinfurt (Leitung Jerry Lu) in Frage und erforderte eine lange Diskussion der Juroren. Im Preisträgerkonzert boten die Drensteinfurter ein mitreißendes „Time Out“ von Hiromi Uehara.

Aber auch das Saxophon-Quartett „fo(u)r after eight“ aus Soest hinterließ einen ausgezeichneten Eindruck: In der akkurat und einfallsreich gearbeiteten Komposition "Full English Breakfast" von Mike Mower, dem Baritonsaxophonisten des englischen Saxophonquartetts "Itchy Fingers", bewiesen die Soester, dass Jazz auch Kunstmusik ist. 2007 gegründet, nahm das Quartett bereits zum zweiten Mal an dem Wettbewerb teil und erzielte diesmal einen Ersten Preis. Es besteht aus Julia Finger (Sopran-/Altsaxophon), Lorenz Schönle (Altsaxophon), Sven Lankeshofer (Tenorsaxophon) und Jennifer Schüller (Baritonsaxophon). Hier sprach die Jury zusätzlich eine Lobende Erwähnung für die solistische Leistung von Jennifer Schüller aus.

Großes Vergnügen bereitete auch das junge Quartett "The young Fab Four", alle vier um die 14 Jahre alt: Björn Fischer (Gitarre), Arne Fischer (Saxophon), Yannick Weber (Schlagzeug) und Marie Sanders (Klavier) groovten den Swingstandard „Red Clay“ von Freddie Hubbard und die boppig-rockige „Sister Sadie“ von Horace Silver.

Als die Jüngsten des Abends kam das Trio „THJ“ aus Bergisch Gladbach (Leitung Henning Lehmann). Swingend und durchaus selbstbewusst eroberten sie die Bühne, die sie wohl noch manches Mal wieder sehen werden. Die Fans im Domicil gingen begeistert mit und blieben auch dem Jugendjazzorchester NRW treu, das die zweite Konzerthälfte unter Leitung von Gabriel Pérez und von Michael Villmow mal mit argentinischem Esprit und mal nordisch balladesk gestaltete.

„Jugend jazzt NRW“ ist ein Förderprojekt des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW.

rvz                                    .

Fotos: „fo(u)r after eight“ aus Soest. Julia Finger (Sopran-/Altsaxophon), Lorenz Schönle (Altsaxophon), Sven Lankeshofer (Tenorsaxophon), Jennifer Schüller (Baritonsaxophon).

"Reviving 2" vertritt NRW in der Bundesbegegnung: Niklas Kluger (vorne, Saxophon) und Philipp Reimann (Schlagzeug, Klavier).

Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Staatssekretär Hans Schäfer bei der Preisverleihung im Domicil.

Die Lounge des Domicils nach dem Soundcheck. Fotos: fo(u)r after eight, Kluger/Reimann und LMR NRW.

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