Kulturstaatssekretär Kaiser würdigte die Preisträger von Jugend jazzt NRW

Selten war das Dortmunder Domicil bei einem Preisträgerkonzert so voll wie am 16. Februar. In allen Ecken des Saals und auf dem Balkon drängten sich die Jazzfreunde, um die Jüngsten der nordrhein-westfälischen Jazzer zu erleben. Der Wettbewerb Jugend jazzt NRW, den Musikschule Dortmund und Landesmusikrat NRW wieder in den Kategorien Solo und Bigbands ausgetragen hatten, zeigte seine Preisträger und aus der Landesregierung kam auch Kulturstaatssekretär Klaus Kaiser, um zusammen mit dem Dortmunder Bürgermeister Sauer die Urkunden zu übergeben. Organisator und Moderator Thomas Haberkamp hatte die Solisten am Tage zu Ensembles zusammengestellt und nach wenigen Stunden Probe zeigten diese nun, was sie als spontan gebildete Band und innerhalb der Arrangements solistisch leisten können.

So Saxofonist Jonathan Vogel aus Welver, Posaunist Moritz Kröger aus Soest, Pianist  Lion Lauer aus Bielefeld und Bassist Laurenz Butzke aus Soest, unterstützt von Schlagzeuger des Jugendjazzorchesters Lukas Schwegmann, mit einem klangfarbenprächtigen Entwickeln von Josef Zawinuls „Mercy, Mercy“. Oder „Guataca City“ von Paquito d’Rivera, gespielt von Gitarrist Ernst Keller aus Herford und Saxofonist Jonas Passenberg aus Gelsenkirchen, begleitet von einer Rhythmusgruppe des Jugendjazzorchesters (Andreas Theobald, Piano, Jan Blikslager, Bass, und Lukas Schwegmann).

Lasziv und eindringlich bot ein Quintett Pat Methenys „Song for Bilbao“: Saxofonist Wim Schulze aus Soest, Trompeter Reinel Ardiles Lindemann aus Münster, Pianist Noah Reis-Ramma aus Gelsenkirchen, Bassist Daniel Oetz Salcines aus Köln wiederum mit dem Schlagzeuger des Jugendjazzorchesters. Begeisterung löste auch „Tenderly” von Walter Gross aus, gesungen von Philine Bernsdorf aus Unna, begleitet von Saxofonist Johannes Altemeier aus Herne und einer Rhythmusgruppe des Jugendjazzorchesters (Pianist Andreas Theobald, Bassist Jan Blikslager und Lukas Schwegmann).

“On Green Dolphin Street” von Bronislau Kaper erlebte eine strahlende Trompeten- und Posaunenausführung von Nils Attermeyer aus Neuenkirchen und Philipp Hayduk aus Hilchenbach mit Pianist Reinel Ardiles Lindemann aus Münster, Schlagzeuger Jakob Görris aus Köln und Jan Blikslager aus dem Jugendjazzorchester.

Eine Besonderheit des Wettbewerbs war die Auszeichung des Posaunensatzes der Big Band „Bi Bop“ aus der Musik- und Kunstschule Bielefeld, geleitet von Stephan Schulze. Aufsehen erregte auch die Strahlkraft der Bigband der 6. Klasse aus der Gesamtschule Iserlohn, geleitet von Hermann Dörnen, ebenso wie die der FSM Big Band aus der Friedensschule Münster, geleitet von Dieter Niermann.

Doch zur Bundesbegegnung nach Frankfurt Mai 2018 wurde wieder einmal die Nachwuchs-Big Band der Kunst- und Musikschule Brühl. Dessen Leiter Elmar Frey nahm Urkunde und Glückwunsch des Staatssekretärs mit gelassenem Stolz entgegen.

Förderpreise hatte überdies die Werner Richard-Dr. Carl Dörken Stiftung gestiftet, die an diesem Abend durch Vorstandsvorsitzende Christa Stronzik vertreten war. Den zweiten Teil des Konzerts bestritt wie gewohnt das Jugendjazzorchester NRW unter Leitung von Gabriel Perez, Stefan Pfeifer-Galilea und Stephan Schulze. Es stellt die wichtigste Anschlussfördermaßnahme für die Preisträger des Wettbewerbs dar, insofern war der Abschluss des Abends mit dessen wuchtigen und mitreißenden Bigband-Sätzen dramaturgisch konsequent, zumal sie das Publikum noch lange im Domicil hielten.

Jugend jazzt NRW wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gefördert.

rvz

Preisträger Jakob Görris Köln; Posaunensatz Bi Bop Musikschule Bielefeld; Fotos: Walter Jonat.

Zurück