Dritte Orte im ländlichen Raum: 17 Projekte erhalten Konzeptförderung des Landes NRW, darunter eine Musikschule

Insgesamt 150 Bewerbungen aus dem ganzen Land erhielt die Landesregierung auf ihre Ausschreibung der Förderung von Dritten Orten hin. 17 davon erteilte die Jury eine positive Bewertung. In Borken wird die öffentliche Musikschule mit anderen städtischen Einrichtungen zum Ausgangspunkt einer Kulturachse als „Dritter Ort“.

Mit dem Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ unterstützt die Landesregierung Konzepte für die kulturelle Infrastruktur in ländlichen Regionen. Ziel ist die Entwicklung von neuen und die Weiterentwicklung von bereits bestehenden Dritten Orten: Kultur- und Bildungsangebote sollen durch Öffnung, Vernetzung und Bündelung zu regionalen Ankerpunkten werden. In der mit 750.000 Euro ausgestatteten ersten Förderphase wird zunächst die Konzeptentwicklung von Dritten Orten unterstützt.

Der Parlamentarische Staatssekretär Kaiser kommentierte das Ergebnis der Ausschreibung: „Nordrhein-Westfalen verfügt über eine vielfältige Kulturszene. Stadt und Land bilden dabei keine Gegensätze, sondern tragen gemeinsam zu dieser Vielfalt bei. Besonders im ländlichen Raum steht die kulturelle Infrastruktur aufgrund gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen vor neuen Herausforderungen und ganz unterschiedlichen Ausgangslagen. Wir brauchen daher eine Diskussion über neue Rollen und die Weiterentwicklung von Kultureinrichtungen ‚auf dem Land‘. Wir wollen die Entwicklung und Erprobung neuer Modelle unterstützen. Deshalb haben wir das Förderprogramm Dritte Orte aufgelegt. Denn Dritte Orte können ein Weg sein, Kultur im ländlichen Raum zu stärken und gleichzeitig neue Orte der Begegnung und des gesellschaftlichen Miteinanders zu schaffen.“

„Die Landesregierung hat mit dem Programm Dritte Orte einen kulturpolitischen Nerv getroffen. Die große Zahl der Bewerbungen, aber auch das rege und engagierte Interesse an der Auftaktkonferenz zeigen, wie groß der Bedarf und gleichzeitig das Potenzial für eine positive Zukunftsgestaltung im ländlichen Raum sind. Dieser Impuls für das Kulturleben in ländlichen Räumen muss erhalten und verstärkt werden, und zwar gerade auch in den Kommunen, die in diesem Jahr keine Förderung erhalten“, sagte Claus Hamacher, Beigeordneter für Kultur des Städte- und Gemeindebunds Nordrhein-Westfalen. Informationen zum Förderprogramm sowie die Übersicht zu den geförderten Projekten der ersten Phase unter: www.dritteorte.nrw.

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