Der Workshop "Remix regendered" verarbeitete die Kunst Gudrun Guts

Elf Popelektronikerinnen bescherten dem Publikum am Samstag im Kölner Club Gewölbe einen beeindruckenden Abend. „Remix regendered“ heißt der Workshop des Landesmusikrats NRW, dem diesmal ein besonderer Song zugrunde lag, Gudrun Guts „Baby, I Can Drive My Car“. Die Pionierin des Elektropops hat gerade erst ihren Führerschein gemacht und lieferte dem Workshop ihren wunderbar triumphierenden und auch politischen Song in Form von zehn Tracks. Diese stellen sehr vielfältige Klangbausteine dar, wie die Dozentinnen Maya Sternel und Angelika Lepper lobten, und die Teilnehmerinnen waren sich einig: Kann man viel draus machen. Und sie machten.

In den Räumen der Rheinischen Fachhochschule unterrichteten die Dozentinnen sie im Umgang mit der Software Ableton Live, unterwiesen sie in Grundprinzipien der elektronischen Popmusik und führten das kreative Arbeiten mit den Tracks in das erweiterte Schaffen unter Zuhilfenahme eigener Klangzutaten.

In einer Zwischenbilanz fielen einige Arbeitsergebnisse recht ähnlich aus. Zu suggestiv ist offenbar das Ausgangsmaterial Gudrun Guts. Die Dozentinnen intensivierten daraufhin die Eröffnung von Wegen zu einem eigenen Stil und einer eigenen technischen Handschrift. So entstanden beim Abschlusskonzert am Abend des 1. Juni im Gewölbe zwölf Kreationen in eigenwilliger Prägung, teils eher Techno, teils durchbrochenen Beats, teils experimenteller Klangkunst zugeneigt.

Den Workshop des Landesmusikrats NRW organisierte Hedwig Otten, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW förderte.

rvz

Fotos Thomas Ahrendt, studio157

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