Das "Allerwelt-Ensemble" spielte zur Ausstellung von Serap Riedel in Duisburg-Rheinhausen

In der vollbesetzten Kirche der Freien Evangelischen Gemeinde in Duisburg-Rheinhausen begleitete das Allerwelt-Ensemble unter Leitung von Annegret Keller-Steegmann die Ausstellungseröffnung der Künstlerin Serap Riedel, die Öl- und Acrylgemälde zu den Themen Flüchtlinge, Fluchtursachen, Fluchtwege und Ankunft präsentierte. Die Malerin aus Duisburg setzte sich in ihrem Gemäldezyklus „Der weite Weg“ künstlerisch mit aus den Medien bekannten Fluchtbildern wie Überfahrten über das Meer, Grenzzäunen, Warteschlangen vor Zügen, erschöpften Müttern mit ihren Kindern, zerstörten Häusern und ähnlichen Motiven auseinander.

Das musikalische Rahmenprogramm der Ausstellungseröffnung übernahm das Allerwelt-Ensemble, welches mit 17 Chormitgliedern und Musikerinnen und Musikern mit Akkordeon, Schlagzeug, Bass, Gitarre, Bağlama, Geige, Percussions und Keyboard vertreten war. Die Ensemble-Mitglieder stammen u.a. aus verschiedenen Ländern wie Syrien, Togo, Kongo, Zimbabwe, Deutschland, Afghanistan, Rumänien, Bosnien.

Das zentrale Thema „Heimat“ wurde durch unterschiedliche, berührende Musikstücke aufgegriffen, bei denen biographische Aspekte der Ensemblemitglieder mit eingeflossen waren. Die musikalische Darbietung wurde mit Gedichten eines Syrers und eines Afghanen ergänzt. Die beiden jungen Männer lieferten beklemmende Einblicke in den Kriegsalltag ihrer Heimatländer und plädierten wortgewaltig für Menschlichkeit, Frieden und Völkerverständigung unabhängig von religiösen Prägungen.

Die musikalischen und textlichen Darbietungen regten zum Nachdenken und Innehalten an und wurden von langanhaltendem Applaus der Besucher gewürdigt. Trotz vieler ergreifender Momente war die Stimmung unter den muslimischen und christlichen Besuchern der Veranstaltung fröhlich und die Pausen wurden für intensive Gesprächen miteinander genutzt.

Das musikalische Wirken des Allerwelt-Ensembles wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen über den Landesmusikrat NRW.

(Sandra Hoch)

Foto: LMR NRW

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