Brückenklang-Workshop zum Singen von Kindern in Dortmund

Vögel fliegen – über Grenzen, Meere, Sprachen hinweg: Ein Brückenklang-Workshop im Dortmunder Orchesterzentrum führte Kinder durch Lieder vom Fliegen und Frei-Sein in syrische, persische, jüdische und deutsche Singkulturen. Die Kinderchorleiter Ruth Kemna und Samuel Dobernecker sowie Amena Almir Ali an der Oud, Igor Mazritsky an der Violine und Syavash Rastani an der Rahmentrommel begleiteten die Kinder auf der Reise. Diese waren enthusiastisch dabei.

Sie starteten im kurdisch geprägten Grenzgebiet von Türkei und Syrien mit „Newroz e Newroz e Sibe ye newroz e“, einem Tanzlied, das sie schritten, klatschten und sangen. Es ging über in das deutsche Frühlingslied „Ich lieb den Frühling“. Über die Grenze zu Syrien hinweg führte das Lied „Halalalaja uhalalalaja“, das Amena ansang und mit ihrer Oud begleitete. Im Nordosten Afghanistans leben Usbeken, die das Lied „Gish gish daan“ singen, das Rastani mit den Kindern auf den deutschen Text „Schau der Vogel auf dem Baum nascht an einem Weidenblatt“ erarbeitete, begleitet von Violine und Klavier sowie Bodypercussion.

Aus dem Iran kommt das Lied „Asfur talli“ eines Vogels, der frei sein will. In Russland stellt ein Lied Fragen, „Narischer Bocher, vos darfstu fregn?“ Auch zu ihm tanzte der Workshop, den Anika Mittendorf organisierte. Eine Veranstaltung des Landesmusikrats NRW und der Landesmusikakademie NRW in Kooperation mit dem Chorverband NRW, KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund und der Sängerjugend in CV NRW e.V., gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW.

rvz

Fotos. Brückenklang-Workshop am 23. März 2019 im Orchesterzentrum NRW mit Ruth Kemna und Samuel Dobernecker sowie Amena Almir Ali, Igor Mazritsky und Syavash Rastani. Fotos: LMR NRW.

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