Bis in die Puppen! Studio Musikfabrik mit Schulprojekt in Düsseldorf

Studio Musikfabrik, das Landesjugendensemble für Neue Musik von Musikfabrik und Landesmusikrat NRW, sowie Schülerinnen und Schüler mehrerer Schulklassen präsentierten am 5. und 6. Juli im Balletthaus Düsseldorf ein inklusives Musiktheaterprojekt. Gleichzeitig bedeutete es die Uraufführung von David Grahams „Three Dances – A Hommage To Petrouschka“ (2018) für Klarinette, Trompete, Percussion, Akkordeon, Violine und Kontrabass.

Die Deutsche Oper am Rhein hat die Hommage an Strawinskys „Petruschka“ in Auftrag gegeben. Deren Einrichtung Junge Oper am Rhein erarbeitete dazu mit Kindern und Jugendlichen mit und ohne besonderen Förderbedarf aus der Hulda-Pankok-Gesamtschule und der Dieter-Forte-Gesamtschule eine Choreografie. Diese setzten sich mit den Themen „Jahrmarkt“, „Puppe sein“ und „Sehnsucht“ auseinander. Eindrucksvoll war vor allem, was sie zur Frage „Wann fühle ich mich wie eine Puppe, fremdgesteuert von anderen?“ auf die Bühne brachten.

Anja Fürstenberg, Krysztina Winkel, Lena Volmer und Leonie Höttges leiteten das Projekt, Krysztina Winkel und Thuy-Tien Nguyen choreografierten, und Peter Veale leitete Studio Musikfabrik. Beide Aufführungen waren so gut besucht, dass Interessenten abgewiesen werden mussten. Enthusiastischer Beifall galt den Darstellern und Tänzern, aber auch dem Ensemble und dem Komponisten. Auch Reinhard Knoll, Präsident des Landesmusikrats NRW, gratulierte David Graham zum Esprit und zur Akkuratesse seiner Bühnenmusiken.

Studio Musikfabrik wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gefördert.

rvz

Fotos: Studio Musikfabrik unter Leitung von Peter Veale am 6. Juli 2018 im Ballethaus Düsseldorf; Reinhard Knoll und David Graham nach der Aufführung; Fotos: LMR NRW.

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