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Sinn und Unsinn einer Popmusik-Förderung in NRW

19.09.06

Manfred Tari, Journalist, Ausrichter des Conference-Sektors der Popkomm und Kenner der europäischen Pop-Szene, hielt im Rahmen der Jahresversammlung des Landesmusikrats NRW einen Vortrag über Popmusik-Förderung und fragte im Untertitel provokant "Fördern, was es leicht hat"" Tari schilderte die Förder- und Musikwirtschaftsprogramme in den Nachbarländern, vor allem in Holland, Großbritannien, Österreich und Frankreich. Die Maßnahmen zielen dort auf eine Stärkung des Wirtschaftsfaktors, auf internationale Konkurrenzfähigkeit und auf die weitere Qualifizierung von semiprofessionellen und professionellen Kräften. Der finanzielle Einsatz geht dabei weit über den Einsatz von Bund und Ländern in Deutschland hinaus. Auch ist das Zusammenspiel mit Firmen der Musikbranche in den Nachbarländern erprobter.

Tari regte an, dass sich Musikverbände in NRW als Mediatoren in einem Prozess betätigen sollen, der Landesregierung und Kräfte des Musiklebens zu einem umfassenden musikwirtschaftlichen Engagement zusammenbringt. Die Diskussion differenzierte zwischen populärer Musik und Popmusik bzw. den unterschiedlichen Fördersituationen. Der Kulturdezernent der Stadt Essen und diesjährige Preisträger der "Silbernen Stimmgabel" des Landesmusikrats, Oliver Scheytt, sah in den notwendigen politischen Schritten auch die Kommunen gefragt und schilderte Essener Ansätze in Vorbereitung des Kulturhauptstadtjahrs 2010.

Die Veranstaltung wurde vom Ministerpräsidenten des Landes NRW gefördert.

Vortrag von Manfred Tari "Förderung des Populären " Fördern, was es leicht hat"" mit Link-Liste (PDF-Datei, 35 KB)