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„Quo vadis Musikschule?“ – Podiumsdiskussion zu Beschäftigungsverhältnissen am 5. Mai im Münster

27.04.17

Die Zukunftswerkstatt Kreuzviertel e.V. in Münster lädt am Freitag, den 5. Mai 2017 um 18 Uhr in die Aula des Freiherr vom Stein Gymnasium, Dieckmannstr. 141 in 48161 Münster (Gievenbeck) zu einer Podiumsdiskussion über die Beschäftigungsverhätnisse an Musikschulen ein:

Diejenigen Musikschulen, an welche finanzielle Mittel des Landes NRW aus der so genannten „Pro Kopf Förderung“ fließen, akzeptieren die Qualitätsstandards des so genannten KGSt-Gutachtens, welches u. a. klare Vorgaben zu den Beschäftigungsverhältnissen und Weisungshierarchien macht. Doch tatsächlich ist die überwiegende Anzahl der hoch qualifizierten Dozenten an öffentlichen Musikschulen auf Basis von Honorarvereinbarungen, und nicht auf Basis von Tarifverträgen beschäftigt, was Weisungshierarchien eigentlich unmöglich macht. Wegen der Abkoppelung der Honorarhöhen von tariflichen Vereinbarungen bei Angestellten sind durch die Inflation mit der Zeit prekäre Arbeitsverhältnisse entstanden, Doch finanzielle Spielräume sind für die meisten Musikschulen sehr knapp, und nicht selten ausgeschöpft. Ferner gibt es inzwischen grundsätzliche Gerichtsurteile, durch welche festgestellt wurde, dass die branchentypisch verbreitete Beschäftigung auf Honorarbasis tatsächlich Scheinselbständigkeit bedeutet- In Konsequenz dessen ist an einigen Musikschulen inzwischen bereits grundsätzlich wieder Abstand von diesem Beschäftigungsmodell genommen worden. Vor allen Dingen steht in Zeiten knapper Kassen aber eine politische Frage im Raum:

Ist eine flächendeckende Versorgung mit fachlich fundiertem Musikunterricht vor Ort gewollt?

Wer dies will, muss die Finanzierung der Musikschulen sicherstellen. Über Wege und Möglichkeiten zukünftiger Musikschulsysteme diskutieren:

  • Prof. Ulrich Rademacher, Bundesvorstand des „Verband der Musikschulen“
  • Cornelia Sokoll, Vorsitzende des Landesverbandes NRW „Deutscher Tonkünstlerverband“ (DTKV)
  • Petra Stalz, Mitglied des Bundesvorstandes der Fachgruppe Musik der Gewerkschaft ver.di
  • Christoph Berndt, Sprecher der Honorarkräfte an der Westfälischen Schule für Musik, Münster
  • Robert von Olberg, Münster, Kandidat für den Bundestag, SPD
  • Christoph Kattentidt, Münster, Kandidat für den Landtag, Grüne
  • Ingola Stefanie Schmitz, Kulturpolitische Sprecherin der FDP Fraktion im Landtag NRW

Wir freuen uns, dass Arbeitsrechter Dirk Vogelsang (Bremen/ Frankfurt am M) als sehr renommierter Experte anwesend sein wird.

Die Moderation übernimmt Ulrich Coppel. Über eine rege Teilnahme würden wir uns sehr freuen.

Für Rückfragen steht Ulrich Coppel gern unter info(at)ulrich-coppel.de, 0157-78093947 zur Verfügung.