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Kooperation der WDR-Jazzpreisträger Jugendjazzorchester NRW und Transorient Orchestra

27.10.17

Auf seiner anstehenden 127. Arbeitsphase vom 30. Oktober bis 3. November in der Landesmusikakademie NRW wird sich das Jugendjazzorchester NRW der Vorbereitung auf ein Kooperationsprojekt mit dem Transorient Orchestra widmen. Dazu hat der Landesmusikrat NRW Kompositionsaufträge vergeben.In Heek und in anschließenden Konzerten werden zwei Klangkörper zusammenfinden, die beide für ihr langjähriges und wegweisendes Schaffen mit dem WDR-Jazzpreis bedacht wurden. Das Jugendjazzorchester erhielt die Auszeichnung 2013 in der Kategorie „Jazznachwuchs“, das Transorient Orchestra 2017 in der Sparte „Musikkulturen“.

Mit dieser Kooperation findet eine Begegnung zwischen westlichem Bigband-Jazz und nahöstlich-orientalischer Musik statt. Nachwuchsjazzer treffen auf Musiker und Musikerinnen verschiedener kultureller Herkunft aus dem Großraum Ruhrgebiet. Diese haben ihre Wurzeln in der Türkei, im Iran, in Tunesien, in Syrien und in Deutschland. Zur Besetzung gehören westliche Instrumente ebenso wie orientalische; gesungen wird in arabischer und türkischer Sprache. Die Beschäftigung mit Musikkulturen arabischer, nordafrikanischer und persischer Prägung geschieht auch vor dem Hintergrund zahlreicher Schutzsuchender aus den betreffenden Ländern, die in Deutschland und NRW um Aufnahme ersuchen.

Beide Ensembles sehen in ihrem gemeinsamen Projekt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung gegenseitiger Toleranz und zur Förderung des Verständnisses des jeweils anderen Kulturkreises.

Konzerttermine

3. November 2017, 19:30, Heek, Landesmusikakademie

10. November 2017, 20:00, Dortmund, Jazzclub „domicil“

17. November 2017, 20:00, Essen, Katakombentheater

Das Jugendjazzorchester NRW steht in der Trägerschaft von Verein zur Förderung junger Jazzmusiker NRW und Landesmusikrat NRW, es ist ein Förderprojekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

Fotos: Das Jugendjazzorchester NRW, Foto Kurt Rade, das Transorient Orchestra, Foto Lutz Voigtländer.