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Kammermusikförderpreis NRW 2017 vergeben

20.04.17

Zwei Ensembles wurden für den diesjährigen Kammermusikförderpreis NRW im Rahmen des „jumuku“-Kammermusikkurses des Landesmusikrats und des Kammermusikzentrums NRW an der Landesmusikakademie in den Osterferien ausgewählt. Gleichberechtigte Preisträger sind das Blockflötenduo Sonja Fricke (16 Jahre, Bonn) und Janna Maria Schneider (15 Jahre, Leverkusen) sowie das Streichertrio mit der Geigerin Rahel Weier (16 Jahre, Xanten), der Bratschistin Wiebke Hansen (16 Jahre, Wesel) und der Cellistin Philine Scheelhaase (17 Jahre, Wesel).

Das Blockflötenduo beeindruckte mit zwei langsamen Sätzen von Joachim Quantz sowie dem expressiven Werk „Mater real“ von Albrecht Maurer, in dem die beiden jugendlichen Virtuosinnen teilweise zwei Blockflöten gleichzeitig spielten, so dass Vierstimmigkeit entstand. Ihre souveräne Leistung sowohl mit einem klassischen Werk als auch mit dem in die Grenzbereiche des Blockflötenklangs führenden Stück aus der Neuen Musik überzeugte die Jury.

Das Streichertrio erspielte sich den Preis mit dem Variationensatz der Serenade C-Dur von Ernst von Dohnányi und einem Satz von Gideon Klein. Die Jury war von ihrem feinsinnigen und technisch ausgereiften Ensemblespiel voller Klangsinn begeistert, das sich mit einem tiefen Empfinden für den Ausdrucksgehalt der Musik paarte.

Beide Ensembles erhalten als Preisträger die Möglichkeit, ein ausführliches Probenwochenende mit einem Dozenten ihrer Wahl an der Landesmusikakademie NRW in Heek zu absolvieren, und können das Preisgeld von 1.500 Euro unter sich aufteilen. Zudem spielen sie im Preisträgerkonzert in Schloss Nordkirchen am 15. Oktober 2017 um 11 Uhr jeweils ein halbes Programm.

Die Jury bestand aus Diana Krüger (Andreas Mohn Stiftung), Josef Schwermann (Stiftung Jugend und Schlösser), Prof. André Sebald (Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf), Michael Bender (Landesmusikrat NRW), Harriet Oelers (Verein zur Förderung der Landesjugendensembles/Kammermusikzentrum) und Antje Valentin (Landesmusikakademie NRW). Ermöglicht wird der Preis durch die Andreas Mohn Stiftung und die Stiftung Jugend und Schlösser in Kooperation mit dem Landesmusikrat NRW, der Landesmusikakademie NRW und dem Verein zur Förderung der Landesjugendensembles in NRW.

(Sabine Lahl)